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Wir setzen ein Zeichen … Du auch?


S T O L P E R S T E I N E

Allzu oft verwahren wir unser Wissen über die Geschichte in Akten oder dokumentieren es in Büchern. Daher möchten wir mit einem Stolperstein einen öffentlichen Raum der Erinnerung gestalten.

Stolpersteine werden jeweils auf dem Gehweg vor der Haustür des Gebäudes, in dem einst ein Hamburger Jude wohnte oder vor dessen Arbeitsstelle, verlegt. Diese Person hat das System des Nationalsozialismus‘ nicht überlebt. Der Stolperstein gibt der Person ihre Individualität zurück: Es ist der Name, es sind die Zeitdaten, es sind die Orte des Lebens bzw. des Arbeitens und des Todes. Diese Angaben sind in Messing gestanzt. So stolpert man im wahrsten Sinne des Wortes über kleine, quadratische Steine, um die Menschen nicht zu vergessen, die während der NS-Herrschaft ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden. Mittlerweile sind in Hamburg mehr als 1300 Stolpersteine verlegt, die meisten für deportierte Juden. Daran wollen wir mit unserem Stolperstein für

Herrn  W A L T E R  N A T H A N  H E R Z ,

einer ehemaligen Lehrkraft der Talmud Tora Schule, anknüpfen.

Die Talmud Tora Schule befindet sich im Grindelviertel. Insbesondere dieser Stadtteil, früher als „Klein-Jerusalem“ bezeichnet, vermag einen Eindruck davon zu vermitteln, wie selbstverständlich die Hamburger Juden mitten in der Stadt lebten und arbeiteten, die sie als ihre Heimat ansahen. In ihrer Summe bezeugen diese Stolpersteine geradezu mosaikartig ein gemeinschaftliches Gedächtnis der Stadt.

B I O G R A F I E

Walter Nathan Herz wurde am 26.08.1904 in Bettingen (Saarland) geboren, sein Vater war dort Metzger. Er ließ sich zum Lehrer ausbilden. 1927 kam er an die Talmud Tora Schule in Hamburg und unterrichtete dort Geschichte und Französisch. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ließen sich viele Menschen von der antijüdischen Propaganda beeinflussen, auch Kinder. Häufig überfielen und quälten nichtjüdische Kinder ihre jüdischen Mitschüler an öffentliche Schulen, sodass die Gründung einer privaten jüdischen Volksschule beschlossen wurde. Walter Nathan Herz wurde im März 1934 an diese Schule abgeordnet, wahrscheinlich um bei deren Aufbau zu helfen. Im April 1935 kehrte er nach Hamburg an die Talmud Tora Schule zurück. Im Juli 1935 heiratete er Irma Meyer. Das Paar lebte im Scheideweg 14 in Eimsbüttel. Im Juli 1938 kam ihr Sohn Dan Eli zur Welt, 5 Monate, nachdem Dan Eli geboren wurde, flüchtete die kleine Familie nach Luxemburg zu seiner verheirateten Schwester und seiner Mutter. Spätestens seit dem Novemberpogrom 1938 war das Leben für Jüdinnen und Juden in Deutschland unerträglich geworden. 1940 marschierte die deutsche Wehrmacht nach Luxemburg und Walter Nathan Herz wurde als „feindlicher Ausländer“ in ein französisches Lager gesperrt, seine Frau und sein Sohn blieben zunächst frei. Walter Nathan Herz und seine Frau beschlossen ihren Sohn zu schützen und ihn in eine jüdische Familie des Widerstandes zu geben, dort überlebte er mit falschen Papieren den Zweiten Weltkrieg. Am 16.09.1942 wurde das Ehepaar im Alter von 34 bzw. 38 Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und ermordet.

W A S  K A N N  I C H  T U N ?

Sie können/ Ihr könnt uns mit Spenden unterstützen, diese gehen direkt in unser Stolpersteinprojekt, um das Andenken an Herrn Walther Nathan Herz aufrecht zu erhalten. Momentan planen wir die Einweihung des Stolpersteines. Wenn Sie/ Ihr uns bei dieser Veranstaltung unterstützen oder Geld spenden möchten/ möchtet, dann wenden Sie/ wendet Euch bitte an Frau Jöhnk oder Frau Vetter.

Wir bedanken uns für Ihre/Deine Unterstützung!

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