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Weihnachtskonzerte 2016

Alle Jahre wieder…Weihnachtskonzerte des Gymnasiums Meiendorf!!! Seit 1977! Und seit 1979 in der Bonhoefferkirche. Welche Leistung liegt allein in dieser ungebrochenen Kontinuität! Und noch jedesmal wurde der bewährte äußere Ablauf neu mit Inhalt gefüllt. Dies zudem bei hohem Niveau in der Ausführung. Und diesmal, so fand ich, auf ganz besonders hohem Niveau.

 

Dies gilt zuerst für die Chöre. Wie am Donnerstagabend der Chormixtur in Mendelssohns achtstimmiger Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ zu einem ausgewogenen und geradezu samtigen Gesamtklang fand, das war schon außergewöhnlich. An Anja Lindenau: danke für den Mut, diese Aufgabe zu wagen!

 

Eine glückliche Hand bei der Auswahl kindgemäßer neuer deutschsprachiger Lieder bewies Sarah Schmidt. Man sah, wieviel Freude die Kinder des Unterstufenchores daran hatten und wieviel spontane Kommunikation zwischen Chor und Dirigentin stattfand. Möglich war gerade dies aufgrund des konsequent auswendigen Vortrags.

 

Großes Lob für das mehrstimmige Singen des Mittelstufenchores bei seinem zweiten und dritten Lied. Welches Potenzial tatsächlich in dieser Formation steckt, wurde am schönsten deutlich, als Herr Thobaben bei „Evening rise“ nicht mehr am Klavier saß, sondern dirigierte. Denn Chorklang will auf/von den Händen getragen sein!

 

Das Orchester unter Irmgard Jantzens Leitung wagte erneut Schwieriges und sehr Differenziertes. Große Anerkennung für die Dvorak-Leistung. Aber noch souveräner gelang gleich zu Beginn des Abends Gustav Holsts Klanggemälde „Jupiter“ – mit all seinen Tempo- und Taktrückungen in wechselnden Klangfarbenschattierungen.

 

Die Concert Band unter Frau Weniger mischte zur Freude des Publikums einmal mehr Bewährtes und Neueres. Dabei überzeugte mich der „Entertainer“ besonders, weil hier nicht der Pleno-Klang dominierte, sondern die einzelnen Instrumentengruppen quasi in Dialog traten. Dass aber auch ein lautes Stück durch rhythmische Präzisionsarbeit und klare Strukturiertheit für sich einnehmen kann, zeigte sich an „Get it on“.

 

Das Instrumental-Arrangement für das gemeinsame Schlusslied stammte von Eckard Weber, der die Concert Band 1987 gegründet hat und sie 17 Jahre lang leitete. Und so war am Ende auch dieser verdiente ehemalige Lehrer auf ideelle Weise dabei. Ein schönes Zeichen!

 

Höhepunkt des Weihnachtskonzertes – wie in jedem Jahr – das gemeinsame Musizieren aller Chöre und Instrumentalisten, bei dem die Zuhörer mitten im Klang saßen, der über die ganze Breite von vorn ebenso wie von der Empore herab tönte. John Rutters eingängiges „Look at the World“ war das rechte Werk hierfür, und alle Fäden liefen bei Irmgard Jantzen zusammen.

 

 

Hocherfreut und seelisch gehoben machte bestimmt nicht nur ich mich auf den Heimweg – zugleich in dem Bewusstsein, dass gerade dieses Konzert noch einmal ganz erheblich getragen war von einem musikalisch besonders reichen und leistungsstarken Abiturjahrgang, der uns über die Jahre hinweg sehr viel Freude bereitet hat. In einem Jahr ist alles anders. Aber auch darin liegt der Reiz und liegt die Herausforderung.

 

Hans-Ulrich Marcks

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