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Sprachen

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über das Angebot an sprachlichen Fächern am Gymei sowie Nachrichten aus diesem Bereich.

Übersicht unserer Sprachen-Fächer

Informationen zur Wahl der 2. Fremdsprache

Welchen Ursprung haben das Französische und das Spanische?

Beide Sprachen haben den gleichen gemeinsamen Ursprung: die lateinische Sprache. Dadurch sind viele sprachliche Strukturen im Französischen und im Spanischen ähnlich. Besonders leicht nachzuvollziehen ist das, wenn man Wörter miteinander vergleicht, wie zum Beispiel:

  • la musique (frz.) und la música (spa.),
  • rapide (frz.) und rápido (spa.) oder
  • l’heure (frz.) und la hora (spa.).

War die Bedeutung der Wörter leicht zu entziffern? Gesucht waren die Wörter „Musik“, „schnell“ und „Stunde“. Eventuell helfen dabei auch Englischkenntnisse weiter!

 

Generell gilt, dass beide Sprachen durch ihren gemeinsamen Ursprung viele Gemeinsamkeiten aufweisen und dass schon erworbene Englischkenntnisse von Vorteil beim Erlernen der zweiten Fremdsprache sein werden.

Ist der Schwierigkeitsgrad der beiden Sprachen unterschiedlich einzuschätzen?

Aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs kann man festhalten, dass beide Sprachen genauso einfach oder schwierig zu erlernen sind! Die meisten grammatischen Phänomene beider Sprachen sind einander sehr ähnlich. So besitzen das Französische und das Spanische kein Neutrum, wie etwa in „das Auto“, sondern nur eine männliche und eine weibliche Form der Substantive, wie z. B. frz. „la voiture“ [w.] oder sp. „el coche“ [m.]. Wenn man Wörter in der Mehrzahl bilden möchte, hängt man in beiden Sprachen ein „–s“ an das Nomen (frz. „les voitures“ und sp. „los coches“).

 

Manchmal gibt es Phänomene, die einem in der einen Sprache einfacher erscheinen als in der anderen. So fällt den Schülern das Vorlesen von spanischen Texten meist relativ leicht, da man Geschriebenes fast eins zu eins so aussprechen kann, wie man es aus dem Deutschen gewohnt ist. Im Französischen muss man sich zur Aussprache ein paar mehr Regeln merken, aber mit ein wenig Übung kann man das ganz gut meistern! Für beide Sprachen wiederum gilt, dass der Buchstabe „h“ nicht ausgesprochen wird!

 

Im Französischen benutzen wir – wie im Deutschen – nur ein Verb für „sein“, und zwar das Verb „être“. Im Spanischen dagegen gibt es zwei unterschiedliche Verben: „ser“ und „estar“. Wenn man allerdings ordentlich lernt, wann man das eine oder das andere anwendet, ist auch diese Hürde gut zu meistern!

 

Man bemerkt schnell, dass beide Sprachen gewisse Schwierigkeiten aufweisen, die aber mit einer guten Portion Übung und der Hilfe der Sprachlehrerinnen und -lehrer doch zu bewältigen sind!

Welche Lerninhalte stehen im Französisch- und Spanischunterricht im Mittelpunkt?

Die Arbeitsweisen in beiden Sprachen sind sich sehr ähnlich. Im Französisch- und Spanischunterricht arbeiten wir projektartig, spielerisch und abwechslungsreich. Wir üben Dialoge ein, singen, basteln, u.v.m.

 

Trotzdem müssen natürlich auch regelmäßig Vokabeln gelernt, neue Grammatik erarbeitet und die Hausaufgaben erledigt werden. Dazu machen wir aber selbstverständlich vielerlei Übungen und Wiederholungen. Insgesamt kann wieder festgehalten werden: Die Anforderungen in beiden Fächern sind gewissermaßen dieselben!

Welche Lehrwerke werden in Französisch und Spanisch genutzt?

Im Spanischunterricht arbeiten wir mit den Lehrwerken aus der Reihe „¡Apúntate!“ von Cornelsen. Der Titel heißt so viel wie „Mach mit!“ … und dementsprechend laden schon die ersten Seiten des ersten Bandes zum Kennenlernen der Lehrwerksfiguren Elena, Javi, Sarah und Esteban, ihrer Erlebnisse und des dazugehörigen Schauplatzes, Alicante, ein. Gleichermaßen erhalten die Schülerinnen und Schüler sofort Gelegenheit, die neue Sprache zu entdecken und anhand vielzähliger Übungsbeispiele selbst auszuprobieren. Zu dem Schülerbuch gehört ein Cuaderno de actividades, das heißt ein Arbeitsheft, das weitere Möglichkeiten zur Wiederholung und Vertiefung in den unterschiedlichen Kompetenzbereichen, zum Teil auch zur Selbstkorrektur, bereithält. Auf ein Grammatisches Beiheft wird genauso wie im Französischunterricht zugunsten einer im Unterricht selbst zu erarbeitenden Grammatik im Ordner verzichtet.

 

Im Französischunterricht arbeiten wir auch mit Lehrwerken von Cornelsen, sodass sich die eingesetzten Lernmaterialien in beiden Fächern im Aufbau sehr ähneln. Unser Schülerbuch in Französisch heißt „À plus!“ und dazu gehört auch ein Arbeitsheft, das Carnet d’activités, das wie das spanische Cuaderno aufgebaut ist. Im ersten Lernjahr begleiten wir eine Gruppe Jugendlicher aus dem Elsass im Osten Frankreichs durch ihren Alltag. Im zweiten Lernjahr begeben wir uns nach Montpellier, in den Mittelmeerraum, bevor wir dann im dritten Lernjahr Paris, die Hauptstadt Frankreichs, entdecken. In der neunten Klasse lernen wir dann andere französischsprachige Länder kennen.

 

In der zehnten Klasse arbeiten wir schließlich in beiden Sprachen lehrwerksunabhängig. Die jeweiligen Inhalte richten sich dabei nach den von der Behörde für die Überprüfung vorgegebenen Themenschwerpunkten.

Welche Austauschmöglichkeiten haben wir am Gymnasium Meiendorf?

Wir haben seit Jahren einen bestehenden Austausch mit dem Collège Pierre Brossolette in La Chapelle-Saint-Luc in der Nähe von Troyes. Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 8 besuchen ihre Austauschpartner eine Woche in Frankreich und nehmen an dem regulären Unterricht, den Ausflügen und dem Familienleben teil. Beim Besuch in Hamburg erleben die französischen Kinder den Alltag einer Familie in Deutschland, wobei die Aktivitäten auch nicht zu kurz kommen.

 

Nachdem wir im Fachbereich Spanisch über einen langen Zeitraum hinweg einen jährlichen Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Llinars del Vallès in Katalonien anbieten konnten, mussten wir diese fast schon zur Tradition gewordene Veranstaltung im laufenden Schuljahr aus organisatorischen Gründen auf spanischer Seite leider aus dem Schulkalender streichen. Alternativ erhalten derzeit interessierte und motivierte Schülerinnen und Schülerinnen eines jeden neunten Jahrgangs die Möglichkeit, an einer Sprach- und Kulturreise nach Málaga teilzunehmen. Dabei erfolgt die Unterbringung in spanischen Gastfamilien vor Ort. Auf dem Programm steht neben der Ortserkundung, der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und dem Alltagserleben auch die Teilnahme an einem eigenen Sprachkurs.

Welche Lehrerinnen und Lehrer unterrichten die zweiten Fremdsprachen?

In den Fachkollegien Französisch und Spanisch arbeiten und unterrichten vollausgebildete und motiiverte Kolleginnen und Kollegen. In beiden Fällen bereichern Muttersprachlerinnen die Fachschaften.

 

Die Fachleitung Französisch hat Frau Klein inne. Die Leitung des Fachbereichs Spanisch liegt in den Händen von Herrn Nädler.

Welche Kursstärken sind typischerweise zu erwarten?

Erfahrungsgemäß sind die Französischgruppen kleiner, wobei die genauen Zahlen von Jahr zu Jahr durch das Anwahlverhalten der Lernenden variieren können.

Inwiefern kann und muss man von einer Verbindlichkeit der Wahl ausgehen?

Wenn sich Fünftklässler für eine Sprache entschieden haben, werden sie diese in Klasse 6 auch erlernen. Es erfolgt keinesfalls eine Zuordnung zu der nicht gewählten Sprache, um eventuell Kurse besser auszulasten. Genauso gilt die Verbindlichkeit aber auch in dem Sinne, als die Sprache durchgängig bis einschließlich Klasse 10 erlernt wird.

Gibt es eine Probezeit zur definitiven Wahl der 2. Fremdsprache?

Eine Karenzzeit zur Probe können wir aus organisatorischen Gründen nicht anbieten. Die Kinder müssen sich im Laufe der fünften Klasse für eine Sprache entscheiden. Nach welchen Kriterien sie diese Entscheidung fällen sollten, wird im Punkt ganz unten erläutert.

Welche weiteren Anwahlmöglichkeiten gibt es im Wahlpflichtbereich?

Schülerinnen und Schüler, die ihr Portfolio an Sprachen erweitern möchten, haben ab Klassenstufe 8 die Möglichkeit, Spanisch oder Latein im Wahlpflichtbereich als 3. Fremdsprache zu wählen.

Welche Sprache ist für das spätere berufliche Leben relevanter?

Das Beherrschen jeder Fremdsprache ist für das spätere berufliche Leben relevant! Deshalb können die Kinder mit Französisch oder Spanisch nichts falsch machen! Wenn wir uns auf genaue Daten stützen wollen, kann man folgendes anmerken:

Sobald man die deutsche Grenze überquert, kann man an vielen Orten mit Französisch in Kontakt kommen, da fünf unserer angrenzenden Nachbarländer komplett oder teilweise französischsprachig sind (Frankreich, die Schweiz, Belgien, Luxemburg und Italien). Da wundert es nicht, dass Französisch nach Deutsch die meistgesprochene Muttersprache in Europa ist. Außerdem ist es die Amts- und Konferenzsprache der Europäischen Union, der UNESCO, und der UNO. Französisch wird in 24 Ländern auf allen Kontinenten gesprochen. Ein letzter, aber nicht unwesentlicher Punkt: Frankreich und Deutschland sind füreinander die größten Handelspartner, so dass das Beherrschen von Französisch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich erhöhen kann.

 

Spanisch ist die am zweithäufigsten verwendete Sprache der internationalen Kommunikation, eine offizielle Sprache in EU, UNESCO, und UNO, die dritte im Gebrauch in Politik, Wirtschaft und Kultur und die Muttersprache von ungefähr 440 Millionen Menschen in 21 Ländern (Spanien, Mexiko, Argentinien, Kolumbien, Venezuela, Peru, Philippinen, USA, usw.). Wer Spanisch spricht, kann sich mit über 500 Millionen Menschen auf der ganzen Welt verständigen! Damit erhöhen sich auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Nach welchen Auswahlkriterien sollten sich die Schülerinnen und Schüler für die zweite Fremdsprache entscheiden oder nicht entscheiden?

Man sollte sich auf keinen Fall für die eine Sprache entscheiden, weil der beste Freund oder die beste Freundin sie auch gewählt hat. Denn es könnte natürlich passieren, dass die Kinder gar nicht in dieselbe Lerngruppe kommen, und prompt hat man seine Wahl bereut…

 

Es gibt dagegen ganz viele hilfreiche Fragen, die man sich vor der Wahl der Fremdsprache stellen kann:

  • Welche Sprache finde ich vom Klang her interessanter, melodischer, angenehmer? Um sich hierzu eine Meinung zu bilden, kann man sich Sendungen, Trickfilme oder Musikvideos im Netz ansehen.
  • Mit welcher Kultur kann ich mich besser identifizieren?
  • Habe ich Verwandte, die in dem einen oder anderen Land leben?
  • Fahre ich regelmäßig nach Frankreich oder Spanien in den Urlaub?

 

Einer Sache kann man sich gewiss sein, sobald die Entscheidung gefallen ist: Man hat die richtige Wahl getroffen! Hier gibt es kein Richtig oder Falsch! Also: Nur Mut, bon courage und ¡buena suerte!

Bei Rückfragen oder Unsicherheiten können Sie gerne unsere Fachleitungen kontaktieren:

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