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Meiendorf musiziert – zum 42. Mal !!

Wenn ein Format sich über vier Jahrzehnte bewährt, spricht das für sich – und dafür, wie wichtig es von den Schülerinnen und Schüler genommen wird. Unabhängig von den Inhalten. Denn eben bei denen fiel auf: Es gibt ein Holzbläser-Hoch, allen voran die Klarinetten (Dank an Frau Melosch!), und nur tiefe Streicher. Die 5.Klassen waren leider nur zweimal vertreten, und das Singen ist auf dem Vormarsch. Zudem zeigte ein musikalisch starker Abitur-Jahrgang einmal mehr, was die Schule an ihm hat und was wir demnächst durchaus schmerzlich vermissen werden.

 

Wenn zudem die musikalische Substanz der Stücke sehr variiert und durchaus nicht immer eine Tragfähigkeit und Stringenz hat, wie wir sie bei den Sax-Titeln von Pixinguinha finden (toll: Florian Oberländer!) oder bei Christopher Norton (souverän: Benjamin Schmidtpeter!) oder bei Benedetto Marcello (sehr konzentriert: Julius und Richard Dickmann!), dann, ja dann ist es gar nicht so einfach, aus solchen Rahmenbedingungen ein schlüssiges Programm zu formen. Frau Jantzen aber gelang es in ihrer Moderation, allen Beteiligten gerecht zu werden, ihnen zu helfen, und führte sie ebenso wie das beifallsfreudige Publikum versiert durch den Abend.

 

Einige aus meiner Sicht besonders schöne Leistungen seien hervorgehoben, stellvertretend zugleich für andere. Das Cello-Trio mit Luise Delker, Anni Karnapp und ihrer Lehrerin Frau Kramp bot zu Beginn eine so homogene und sichere Leistung, dass umso deutlicher wurde, was in puncto Streicher diesmal ansonsten fehlte. Lieve Schröder zeigte bei einem Marsch von Händel alles, was man von einer guten Trompeterin erwarten darf. Und wie modulationsreich Lara Stock ihre Stimme einzusetzen weiß, erlebten wir erneut. Tobias Freund (Klarinette), assistiert von Frau Weniger am Bass, schaffte es bei eine klezmerartigen Stück sogar, dass die Zuhörer vor Begeisterung spontan mitklatschten. Und wenn ein Sechstklässler (Daniel Schmidtpeter) sich der Herausforderung einer Klarinettensonate von Mendelssohn-Bartholdy stellen kann, dann ist das schon außerordentlich zu nennen.

 

Das Meiendorfer Musikleben wird getragen von den Eltern, die ihren Kindern das Instrumentalspiel ermöglichen; auch dafür legt „Meiendorf musiziert“ beredtes Zeugnis ab. Zumal bei Familien mit mehreren Kindern bedeutet das erhebliches Engagement. Und so möchte ich abschließend, wiederum stell-vertretend für alle, ganz besonders den Familien Dickmann, Schröder, Vahl und Schmidtpeter danken.

 

Ein abwechslungsreicher Abend mit deutlicher Steigerung zum Schluss hin weckte Vorfreude auf mehr – auf die bevorstehenden Weihnachtskonzerte zum Beispiel. Und auch schon darauf, wenn es zum 43. Mal heißen wird: „Meiendorf musiziert“.

 

Hans-Ulrich Marcks

(14.11.2018)

 

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