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Geschichte

Das Gymnasium Meiendorf – eine Schule mit Geschichte…
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I. Ein Überblick – Die Geschichte des Gymei im Kurzabriss

Das Gymnasium Meiendorf wurde am 1. April 1966 als „Ableger“ des Walddörfer-Gymnasiums gegründet, um auch in dem von jungen Familien geprägten Meiendorf ein gymnasiales Angebot vor Ort zu haben. Dieses Datum brachte Glück: Nach einem Start mit 95 Schülern im ersten Jahr, wuchsen die Zahlen schnell auf bis zu 920 Schüler (1974) an. Mit den geburtenschwachen Jahrgängen sanken die Schülerzahlen zunächst deutlich und pendelten sich bis zum Ende der neunziger Jahre schließlich auf ca. 550 ein.
Seit der Jahrtausendwende sind die Zahlen wieder deutlich angestiegen. Aktuell (2008/2009) besuchen 725 Schülerinnen und Schüler die Schule, davon alleine 242 in den fünften und sechsten Klassen. Mit 51 Lehrkräften bietet die Schule ein breites Unterrichtsangebot.
Von Anfang an hatte das Gymnasium Meiendorf ein besonderes musikalisches Profil, zu dem heute spezielle Musikklassen in den 5. und 6. Klassen, Orchester, Chöre und eine Concert Band gehören. Vielfältige Theater- und Kunstaktivitäten betonen den ästhetischen Schwerpunkt.
Seit 2006 gibt es ein zweites, sehr erfolgreiches Profil: Das Gymnasium Meiendorf wird zu einer bilingualen Schule. Der Englischunterricht wird verstärkt und – beginnend mit Sport in den 5. Klassen – werden mehrere Fächer auf Englisch unterrichtet (z.B. Geographie, Geschichte oder Biologie). Besonders interessant ist die Möglichkeit, beide Profile der Schule miteinander zu verbinden: Musik und verstärkter Englischunterricht können sich ideal ergänzen.
Wichtig war immer ein breites Angebot an Fächern: Vom Deutschunterricht über Französisch, Spanisch und Latein, den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik, den Gesellschaftswissenschaften Geschichte, Geographie und Politik/Wirtschaft/Gesellschaft und nicht zuletzt dem Sportunterricht bietet die Schule ein breites Angebot für die Schülerinnen und Schüler.
Von 1966 bis 1970 wurde die Schule von Jürgen Immisch geleitet. Dessen Nachfolger Dr. Siegfried Graßmann war bis 1998 Schulleiter. Ein Jahr führte dann der Stellvertretende Schulleiter, Herr Heinz-Günther Böhmert, die Schule, bis 1999 Konrad Weißmann neuer Schulleiter wurde. Seit 2009 leitet Frau Stehr das Gymnasium Meiendorf.
Die ersten Jahre war das Gymnasium provisorisch in der Schule Kaminer-Straße untergebracht, bis die ersten Gebäude auf dem eigenen Schulgelände am Schierenberg bezugsfertig waren. Neben einem Hauptgebäude mit Verwaltung, Lehrerzimmer und Unterrichtsräumen wurden sieben Häuser mit je vier Klassenräumen sowie fünf Gebäude mit Fachräumen (Chemie, Physik, Biologie, Kunst) errichtet. Seit 2003 wird die Schule saniert und erstrahlt mittlerweile – bis auf die noch zu sanierende Pausenhalle – in neuem Glanz. Der aufwendig neugestaltete Schulhof ist mit seinen „Spiel- und Ruheinseln“ dabei zum neuen Treff- und Mittelpunkt der Schulgemeinschaft geworden.
Und Großes steht bevor: Mit der Sanierung der Pausenhalle soll es endlich den lang erwünschten Aulaanbau geben, der so mit der erweiterten Pausenhalle Raum für vielfältige künstlerische Aktivitäten, für Feiern und – nicht zuletzt – für das selbstgekochte Essen der mehr als 100 Köchmütter und –väter bietet.

In den ersten beiden Jahren war es noch möglich, alle Eltern bei der Anmeldung ihres Kindes persönlich zu begrüßen. Aufgeschlossen für unsere Anregungen, ohne Kritik am Ungewohnten wurde auf Elternabenden gefragt und diskutiert. Denn neu waren für die meisten die Anforderungen in einem Gymnasium, hatten doch von den Eltern weniger als 10% selbst ein Gymnasium besucht. Es überwogen Väter und Mütter mit Volksschulbildung. Ihr Bildungsdrang aber überraschte immer wieder, wie auch ihre Tatkraft, mit der sie unseren Aufbau unterstützten. Väter aus unserem Elternrat saßen im Ortsausschuss und im Bezirksausschuss; als gewählte Vertreter der Einwohnerschaft konnten sie unsere Forderungen nach zügigerem Baufortschritt und großzügigerer Ausstattung viel nachhaltiger vertreten als der in die behördliche Hierarchie eingebundene Schulleiter.
Zögerten noch im ersten Jahr Eltern, auch Töchter anzumelden, so war ihr Vertrauen schnell gewonnen: Von da an herrschte nahezu Parität zwischen der Zahl der Jungen und der Mädchen. Freilich war es nicht leicht, die Eltern der Mädchen von der Zielsetzung gymnasialer Bildung zu überzeugen: Die meisten bekundeten, dass ihre Tochter nach Abschluss der 10.Klasse in die Berufsausbildung gehen solle. „Die soll doch nicht etwa studieren!“ Bei den Söhnen dagegen war der Ehrgeiz groß, vor allem wenn es sich um den Erstgeborenen, den „Stammhalter“ handelte. Nur 30% der Mütter waren berufstätig, so hatten die meisten genug Zeit, die Anfertigung der Schularbeiten zu überwachen. Die Kinderzahl in den Neubaugebieten war groß, oft drückten in den nächsten Jahren dann die jüngeren Geschwister unsere Schulbänke.
Schon nach wenigen Wochen wurde der Elternverein gegründet. Mit Rücksicht auf die Sozialstruktur des Einzugsbereichs wurde der monatliche Mindestbeitrag auf 0,50 DM festgesetzt; so konnten alle Mitglied werden. Die Beiträge summierten sich dann doch zu einer wertvollen Ergänzung der viel zu knappen Lehr- und Lernmittel-Gelder und zu Beihilfen für die Klassenreisen. Erfolgreich war ein Aufruf, der Schule Musikinstrumente zu leihen: Er brachte sechs Geigen und ein Cello. Wir planten da für spätere Jahre. Die Instrumente wurden an begabte und interessierte Kinder ausgeliehen, deren Eltern bereit waren, Privatunterricht zu zahlen; wir erhofften uns dadurch, spätere Orchestermitglieder zu gewinnen. Zunächst wurde eifrig mit Orff-Instrumenten musiziert.
Manche Schülerinnen und Schüler eiferten der Aktivität der Eltern nach: Schon zu Beginn des zweiten Jahres erschien „Der Kamin“, eine Zeitung, 13 Seiten stark, vor allem von der 7. Klasse redigiert. Sie enthielt kleine, muntere Beiträge über das Leben im Behelfsquartier an der Kamminer Straße mit Rätseln, Karikaturen und sogar einem Fortsetzungsroman. Die Aktivität der Jungen und Mädchen fand einen vorläufigen Höhepunkt bei einem großen Schulfest nach dem Bezug der ersten Klassentrakte am Schierenberg: Kein Klassenraum war wiederzuerkennen. Die nüchternen Betonwände waren unter bunt bemalten Papierbahnen verborgen, von der Decke hingen große ausgestopfte Monsterpuppen herab, furchterregend anzusehen. Musik erklang aus einigen Räumen, zu Kegelspielen und Ball-Zielwerfen wurde aufgefordert, an einer Bar, mit über 100 (leeren) Flaschen geschmückt, wurde zu Getränken eingeladen, es wurden sogar Pommes angeboten (0,60 DM). Die Werbung für diese Aktivitäten und ihre Betreuung war Schülern anvertraut. Begeistert drängten sich Eltern und Geschwister durch die dekorierten Räume. Alles war organisiert, wochenlang vorbereitet, auch an den Nachmittagen, die Kinder wurden zur Mitarbeit von Mitgliedern des Kollegiums angeleitet, vor allem den Kunst- und Werklehrerinnen. Als die Schüler und ihre Gäste endlich das Haus verlassen hatten, feierte nun das Kollegium, erschöpft aber glücklich, in dieser bunten Welt weiter.
Das war ein Beispiel, nur eines von vielen, für die fröhliche, ideenreiche Arbeit des Kollegiums. In ihm überwogen damals die Damen, das war gut so, noch besser aber war, dass sie sehr jung waren; z.B. Ostern 1968, am Beginn des dritten Aufbaujahres, da waren die zehn Kolleginnen im Durchschnitt erst 30 Jahre alt, sieben von ihnen dabei jünger als 30. Für die meisten war Meiendorf die erste Schule nach ihrer Ausbildung. Ihre Arbeit war noch nicht durch Routine geprägt ( die natürlich ihren unschätzbaren Wert hat), sie waren froh, selbstständig arbeiten zu können, sie experimentierten und hatten große Freiheit dabei.
Ihre Freude am Unterrichten fand Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern, ihre Frische strahlte auch auf die meisten der Kollegen aus. So war es kein Wunder, dass das „Mini-Gym“ bald über sein Einzugsgebiet hinaus durch unerwartete Erfolge bekannt wurde: Bei einem Mathe-Test der Hamburger Gymnasien lag in der Unterstufe Meiendorf ganz vorn und in der Leichtathletik wurde mit solchem Eifer geübt, dass Frau Eschenbach und ein Kollege mit 12 Mädchen und Jungen nach Berlin fliegen konnten, um dort im Olympia-Stadion am Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ mit beachtlichen Ergebnissen teilzunehmen.

In den Anfangsjahren der Schule war das Bemühen darauf konzentriert, einerseits ein solides Gymnasium in der Hamburger Schullandschaft aufzubauen, das seinen Schülerinnen und Schülern ein breites und fundiertes Wissen vermittelt und die uneingeschränkte Studierfähigkeit vermittelt, andererseits moderner, aufgeschlossener und schülerfreundlicher als „alte“ Schulen zu sein.
1970 vollzogen sich in der Schule eine Reihe damals nicht unumstrittener Neuerungen, – aus heutiger Sicht kaum noch verständlich, dass diese Dinge Neuerungen waren!
Die Schüler brauchten beim Eintreten eines Lehrers zur Begrüßung bei Stundenbeginn nicht mehr aufzustehen. – In den großen Pausen blieb es den Schülern selbst überlassen, ob sie auf den Hof gingen oder nicht; umständliche Klingelsignale, ob es eine „Regenpause“ sei oder nicht, entfielen. – Die Schüler mussten nach Klassenarbeiten nicht mehr die Unterschrift der Eltern liefern, misslungene Arbeiten sollten die Eltern zur Kenntnis nehmen, indem ihnen die Gesamtzahl der Arbeiten zu Beginn des Schuljahres mitgeteilt wurde. Das Gymnasium Meiendorf baute auf die Mündigkeit der Schüler.
Im Herbst 1970 beschlossen jeweils dreiviertel der Eltern und Lehrer, die seit Beginn des Schuljahres probeweise laufende Fünftagewoche endgültig einzuführen; es gab seitdem keinen Unterricht am Sonnabend mehr.
1971 mit der Einführung des Kurssystems der reformierten Oberstufe an der Schule ließen wir von Anfang an neben der Kurswahl auch die Lehrerwahl für die Schüler bei parallelen Kursen sowie die freie Wahl der Tutoren zu.
1974 begann Meiendorf (übrigens gemeinsam mit dem Gymnasium Oldenfelde) als eine der ersten Hamburger Schulen, die dritte Fremdsprache bereits ab der neunten Klasse und nicht wie bislang erst ab der elften Klasse anzubieten.
Gleichzeitig erfolgte eine deutliche Reduzierung von unterrichtsfremden Verwaltungstätigkeiten durch die Lehrer: Die bislang zahlreichen Geldsammlungen für Schulverein, Herbergspfennig, Wandertagsbeitrag usw. wurden zu einer Sammlung zusammengefasst und das Schulbüro mit der Koordination beauftragt. Hier muss die langjährige Sekretärin Frau Rahf, später verheiratete Frau Hertwig, besonders hervorgehoben werden. Ohne ihre souveräne, freundlich-distanzierte Leistung war das Gymnasium zwischen 1970 und 1995 nicht denkbar. Und es dauerte viele Jahre, bis sie in Frau Trapp (verheiratete Hahn) dann endlich eine tatkräftige Unterstützung fand, die vor der Jahrhundertwende sich darin engagierte, die Umstellung der Verwaltung auf die Computertechnik durchzuführen.

Die Schule lag in einem grünen Randgebiet der Stadt, weder eine ausgesprochen wohlhabende noch eine spezifische Arbeitergegend. Zahlreiche der Väter arbeiteten in verwaltenden, dienstleistenden Berufen, waren gehobene Facharbeiter, Angestellte und kleinere selbstständige Gewerbetreibende. Eine Mehrzahl von Müttern war bis weit in die achtziger Jahre hinein nicht berufstätig. Ausländer gab es nur unter lange eingesessenen Familien, Aussiedler und Asylanten kamen auch in geringer Zahl erst in den späten neunziger Jahren an die Schule.
Die Elternschaft der Schule war so insgesamt recht homogen: Es waren anfangs vielfach junge Eltern, die überwiegende Mehrzahl von ihnen hatte selbst kein Abitur; sie waren aber durchweg ausgesprochen positiv der Schule gegenüber eingestellt und aufgeschlossen dem Aufstiegsgedanken ihrer Kinder gegenüber. Das wirkte sich in vielen Dingen segensreich für die Schule aus, der Einsatz des Schulvereins, dem fast alle Eltern angehörten, wurde mehrfach erwähnt. Die Mitarbeit in allen Elternvertretungen war durchweg rege; die Elternräte und ihre Vorsitzenden kümmerten sich intensiv um die schulischen Belange und konnten durch eigene Initiativen und Kontakte viele Dinge für die Schule erreichen: Die Schulverwaltung hörte oft auf ihre Wähler.

Die Schulküche
1974 ergriff die damals auch im Elternrat tätige Frau Amling die Initiative und gründete eine Schulküche, die nicht nur Milch und Snacks ausgeben, sondern von Montag bis Donnerstag ein richtiges Mittagessen kochen sollte. Anfangs war diese Einrichtung nur für die Oberstufenschüler gedacht, deren Stundenplan sich durch das Kurssystem und die großen Wahlfreiheiten bis in den Nachmittag hineinzog. Bald aber dehnte sich diese Einrichtung auf alle Schüler (und Lehrer, die doppelten Preis bezahlten) aus. Bemerkenswert schien vor allem, dass diese Einrichtung weitestgehend als private Initiative funktionierte. Nachdem die Elternschaft in einer Sammelaktion 1975 über 5.000 DM gesammelt hatte, bekam die Schule aus Sondermitteln des Bezirksamts noch einmal die gleiche Summe dazu, um eine leistungsfähige Küche einzurichten. Der alltägliche Betrieb blieb abgesehen von einer geringen Aufwandsentschädigung („Schürzengeld“) aus den Einnahmen immer ehrenamtlich. Etwas, was die später entstandenen Kantinen von Gesamtschulen mit beruflichen Kräften nie verstehen oder nachahmen konnten.

Kooperation mit Shell

Auf eine Initiative von Eltern ging auch eines der wegweisenden Unternehmen der Schule hervor, die Kooperation mit der Deutschen Shell AG. Die Zusammenarbeit zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und der Schule wurde in einem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Schule 1976 mit einer Urkunde feierlich zwischen dem Schulleiter Dr. Graßmann und dem Generaldirektor der Deutschen Shell AG Welbergen besiegelt. In der Folge gab es zahlreiche Möglichkeiten der Schüler und Lehrer für Betriebsbesichtigungen und Praktika, in den späteren Jahren, besonders auch auf Auslandsreisen nach Holland, Treffen zwischen leitenden Angestellten der Shell und dem Lehrerkollegium mit Angeboten von Diskussionen über Planungsstudien der Shell bis zu Kegelabenden. Es gab Unterrichtsbesuche von Shell-Mitarbeitern, und nicht zuletzt wurde ein Handbuch „Energie“ mit Unterrichtsbausteinen gemeinschaftlich erarbeitet und in großer Auflage herausgebracht.

Reformierte Oberstufe

Das Gymnasium Meiendorf hat den Oberstufen-Unterricht von Anfang an nach dem neuen Modell der „Reformierten Oberstufe“ durchgeführt, das eine Auflösung der Klassenverbände in ein Kurssystem vorsah. Nach den Kurzschuljahren 1971/72, die sich wegen der Schuljahresumstellung vom Oster- auf den Sommerbeginn ergab, fingen wir 1972 gleich mit der Vorstufe an. Diese neue Form bot den Schülern sehr viel mehr Freiheiten bei der Wahl von Schwerpunkten, aber auch in der Abwahl ungeliebter Fächer und Lehrer. Bei aller anfänglichen Problematik dieses Systems erwies es sich als vorteilhaft für die Einarbeitung der jungen Lehrer in die für die meisten von ihnen neue Oberstufe und als Entkrampfung des Schulsystems für die Schüler. Schwierigkeiten blieben allerdings nicht aus: Trotz intensivster Arbeit des stellvertretenden Schulleiters und Meisters aller Stundenpläne, Herrn Degert, ließen sich Springstunden in dem neuen System nicht vermeiden, die dann den Schulalltag verlängerten. Ernster wurde noch das Problem der Vergleichbarkeit aller Kurse in Anforderungen und Bewertungen: Schnell stellte sich heraus, dass es in Mathematik erheblich weniger Punkte gab als in Biologie und Sport.
Die Reformierte Oberstufe wäre in der Bundesrepublik problemloser verlaufen, wenn es nicht gleichzeitig eine einschneidende Veränderung für die Hochschulzulassung gegeben hätte. Da die Universitäten wegen der starken Jahrgangszahlen überzulaufen drohten und Neugründungen so schnell nicht erfolgten, wurde mit dem Zentralen Zulassungvergabe-System (ZVS) eine Zulassungsbeschränkung an den einzelnen Hochschulen nach den Abiturdurchschnittsnoten, der Numerus Clausus, eingeführt. Manche durchaus geeigneten Bewerber mussten so jahrelang auf die Zulassung zu ihrem Studienfach warten oder erreichten sie überhaupt nicht, während andere nur deswegen beispielsweise Medizin studierten, weil sie eine 1,1 Abiturnote hatten.
Um das Fach seiner Wahl studieren zu können oder auch nur an die gewünschte Universität möglichst am Wohnort zu kommen, benötigten die Abiturienten entsprechend (gute) Noten.
Immerhin waren die Ergebnisse unserer Abiturienten beachtlich; während der erste Jahrgang 1974 mit 40 und der zweite 1975 mit 67 Schülerinnen und Schülern jeweils eine Durchschnittsnote von 2,8 aufwiesen, stiegen die Zahlen dann auch hier schnell an bis auf ein Maximum von 83 Abiturienten 1978 bei gleichzeitiger Verbesserung der Durchschnittsnoten auf 2,4. Bis 1998 lag das Gymnasium Meiendorf in der Durchschnittsnote immer besser als der Schnitt in Hamburg allgemein!

…MEIMUN / MUN …

Ein bemerkenswertes Unternehmen starteten 1994 die Kolleginnen Doblhofer und Pohlendt, das MEIMUN: Das war keine Comic-Figur, sondern die Abkürzung für Meiendorf Model of United Nations, eine Veranstaltung, auf der Schülerinnen und Schüler eine Sitzung von Sicherheitsrat und Vollversammlung der Vereinten Nationen imitierten und deren Ziel es war, zu vorher festgelegten Themen für eine aufzustellende Resolution eine Mehrheit im Plenum zu erlangen. Verhandlungssprache war Englisch, die Notwendigkeit für den Gebrauch der Fremdsprache wurde dadurch gesteigert, dass das Teilnehmerfeld international besetzt war: So beteiligten sich 1995 Oberstufen-Schülergruppen aus Polen und Italien, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Berlin sowie sieben Hamburger Schulen. Die auswärtigen Teilnehmer mit ihren Lehrern waren überwiegend privat in Familien unserer Schüler untergebracht. Themen dieser Veranstaltung waren „Kinderarbeit“ und „Internationale Zusammenarbeit“. Geleitet wurden diese dreitägigen Ganzstagssitzungen von Schülern, eröffnet jeweils von zwei im öffentlich–politischen Leben aktiven Personen. So traten der frühere Bürgermeister Klose, der Präsident des Internationalen Seegerichtshof, Prof. Magnus vom Erasmus-Programm der Universität, ein Vertreter von Amnesty International und andere auf. Die Schirmherrschaft hatte die Schulsenatorin Frau Raab. Der Arbeitsaufwand für diese Veranstaltung für die Vorbereitungsgruppe unserer Schüler und besonders für die Lehrerinnen war immens, die Resonanz und der Erfolg der Veranstaltungen, die ein bleibende Erlebnis für alle Teilnehmer und selbst die Zuhörer darstellten, entschädigten dafür.

Eine wichtige Rolle im Schulleben spielten auch klassenübergreifende Veranstaltungen in der Pausenhalle, die sowohl von der Schülervertretung als auch von Lehrern und Schulleitung organisiert wurden. Zu Bundes- und Landtagswahlen fanden fast immer Podiumsdiskussionen von Parteienvertretern statt; historische Daten wie der 40. und 50. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland oder der 25. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin wurden durch Vorträge oder Podien vor Schülergruppen behandelt. Dazu kamen weitere Veranstaltungen wie beispielsweise zur Rauschgift-Präventation, bei denen beispielsweise ein Betroffener referierte, oder ein Vortrag über den Transrapid von Prof. Vahrenholt, der damals Senator in Hamburg war, und schließlich verschiedene Dichterlesungen (z.B. Surminski, Freya Klier u.a.), die oft auch mit dem Gymnasium Oldenfelde zusammen durchgeführt wurden.
Die sehr beliebten vorweihnachtlichen Lesungen unseres Kollegen und „Hausdichters“ Hermann Bärthel über „Hör mal ´nen beten to“ waren regelmäßig überfüllt.

…Fahrten…

Nahezu einmalig dagegen war der Kontakt mit dem CES (später Collége) Paul Langevin in St. Junien im Limousin (Westfrankreich). Seit 1973 reisten für über fünfundzwanzig Jahre Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Meiendorf einmal im Jahr regelmäßig nach Frankreich und ebenso kontinuierlich besuchten uns Schüler von dort. Der Kontakt reichte über den Schulunterricht hinaus, deutsche Eltern besuchten auf Reisen die dortigen Gasteltern und umgekehrt. Die Begegnung unserer Schüler mit tiefer französischer Provinz war schon etwas Besonderes und umgekehrt die Erfahrung der Hafen- und Großstadt für die Franzosen. Eine vertiefte menschlich-politische Bedeutung gewannen diese Begegnungen dadurch, dass St. Junien unmittelbar neben Oradour liegt, dem Ort, der 1944 von einer deutschen SS-Einheit dem Erdboden gleichgemacht worden war. Getragen wurde der Austausch durch den engagierten Einsatz von Lehrern unserer und der französischen Schule und besonders von Herrn Brunkau, der auch zum Ehrenbürger St. Juniens ernannt worden ist. Die guten Beziehungen beider Schulleiter taten ein Übriges. Der Frankreichaustausch setzte sich mit einem Lycée in La Châtre fort.

Die Geschichte des Austausches mit ausländischen Schulen weist noch viele weitere Punkte auf, so gab es Kontakte mit Beckenham in Kent (England) und drei anderen englischen Orten, elfmal reiste Herr Wintzer mit Schülergruppen der Oberstufe zu einer Highschool in Fresno / Californien, die allerdings nur sehr viel weniger zu Gegenbesuchen kommen konnte.

Außenkontakte erhielt unsere Schule auch durch die vielfältigen Austauschschüler selbst: In den siebziger bis neunziger Jahren waren regelmäßig jährlich zwei bis fünf Schülerinnen und Schüler zu einem Austauschjahr im Ausland, anfangs vor allem in den USA, später weitete sich das Interesse auf zahlreiche andere Länder aus, Australien und Neuseeland waren begehrt; andererseits kamen nicht ganz so viele, aber doch zahlreiche Schüler fremder Länder für ein Jahr in unsere Schule. Gefördert wurde dieser Austausch vor allem von Frau Zahlten, die selbst aktiv in der Organisation Youth for Understanding tätig war. Die aus den USA zurückkehrenden Schüler brachten vielfache Anregungen aus ihrer dortigen Schulzeit mit, vielfach wurden sie besonders aktiv in der Schülervertretung und in Schülerarbeitsgruppen.
Dazu hatten wir in den Jahren regelmäßig junge französische und englische Lehramtsanwärter als Assistenten an der Schule.

Neben den Austausch-Reisen spielten Klassenreisen von Anfang an eine bedeutende Rolle in Leben der Schule, die Erinnerung daran ist oft bei Schülern tiefer als an lange Unterrichtsjahre.
Unmöglich ist es, die Ziele dieser Reisen in der Bundesrepublik und den angrenzenden westlichen Staaten auch nur aufzuzählen. Zwei Schwerpunkte allerdings müssen genannt werden.
Erstens Sylt! Schon in den sechziger Jahren gleich nach der Gründung fuhren Unterstufenklassen in das Landschulheim des Bismarck-Gymnasiums in Wenningstedt. Aus den ersten dreißig Jahren des Gymnasiums Meiendorf dürfte es nur ganz wenige Schüler geben, die nicht eine Klassenreise in dieses ideal gelegene Heim auf der Nordseeinsel miterlebt haben. In einigen Jahren reisten wir mit bis zu 120 Schülerinnen und Schülern gleichzeitig an. Auf dem Bahnhof Altona mussten die Lehrer logistische Meisterleistungen vollbringen, um die Schüler mit oft viel zu viel Gepäck von den Eltern getrennt in die Bundesbahnwagen zu bringen.
Zweitens Skilaufen! Etwas später und nicht ganz so zahlreich wurden die allwinterlichen Skikurse in Oberau (in der Wildschönau südlich von Wörgl) durchgeführt. Ursprünglich gedacht als Alternative für den Frankreich-Austausch der Französischklassen für Lateinklassen, breitete sich die Teilnahme weit darüber hinaus aus. Die Schule war immer besonders stolz darauf, dass alle Schüler ohne Rücksicht auf die finanziellen Verhältnisse der Familien an den Reisen teilnahmen. Dort, wo städtische Zuschüsse nicht ausreichten, sprang der Schulverein mit Beihilfen ein. Bis in die Mitte der neunziger Jahre reiste im Durchschnitt ein Meiendorfer Schüler in der Unterstufe nach Sylt, in der Mittelstufe zu einem Ziel in Deutschland, am Ende der Mittelstufe zum Skilaufen oder nach Frankreich und machte in der Oberstufe mindestens eine Studienfahrt, meist ins benachbarte Ausland. Eine erste Krise für diese Reisen setzte ein, als es immer schwieriger wurde, die Klassen geschlossen zu einem Ziel zu bewegen: Besonders in der Mittelstufe gab es Ablehnungen der Schüler gegenüber einer Klassenfahrt.

Musische Erziehung

Kunst:

Die Arbeit wurde hier von Frau Jentze und Herrn Dingkuhn getragen, die beide von der Gründung der Schule nahezu dreißig Jahre in Meiendorf wirkten. Unzählige Mappen von Bildern in allen Techniken lagerten in den Magazinräumen der Kunst. Immer wieder wirkten gerade die Schüler im Kunstunterricht bei der Ausgestaltung von Räumen mit. Später kam dann noch ein Photolabor hinzu, in dem Schülerarbeitsgruppen selbstständig an den Nachmittagen tätig waren.
Herr Dingkuhn fertigte mit Schülern eine Reihe von Reliefs an, die die Außenfassade des Treppenhauses im Zentralbau schmückten, und erbaute mit Eltern und Schülern ein Mauereck, das von selbst angefertigten Plastiken (unter anderem mehrere Eulen der Weisheit) geschmückt war. – Ebenso originell war eine Mauer, die die Abiturienten des Jahrgangs 1990 errichteten, durch die ein echter Trabbi durchbrach. (Leider ist dies originelle Kunstwerk in den Folgejahren der Spiel- und Zerstörungssucht zahlreicher Unterstufenschüler anheim gefallen.)

Musik:

Die Musiklehrer der Schule setzten neben dem Klassenunterricht von Anfang an auf (freiwillige) musikalische Gruppen: 1977 gründete Herr Marcks mit seinem Eintritt in das Kollegium Meiendorf gleich mit fünfzehn Schülern ein Schulorchester, das sich damals aus einem Klavier, einer Geige, einem Cello, sechs Blockflöten, einer Querflöte, einer Klarinette, einem Xylophon, einer Trompete und zwei Hörnern zusammensetzte. Naturgemäß war der von dieser Gruppe aufgeführte Radetzkymarsch noch ein wenig dünn, das änderte sich bald gründlich: Mit einer vollständigen Orchesterbesetzung von über 35 Schülern klang dieser immer wieder aufgeführte Marsch dann bald schon ganz anders. Das Orchester wuchs in den achtziger Jahren auf fünfzig Spieler an, auch Lehrer wirkten dabei jetzt mit. – Übrigens legte sich die Schule eine eigene Musikinstrumenten-Sammlung an, die überwiegend vom Schulverein finanziert wurde. Diese Instrumente wurden den Schülern ausgeliehen, so dass die Eltern vom Kauf teurer Instrumente entlastet waren, solange sie nicht wussten, ob die Musikbegeisterung bei den Schülern anhielt. Die Schule vermittelte dazu vielfach Unterricht in der Jugendmusikschule, der dafür Räume in unserem Hause eingeräumt wurden.
Bereits vorher bestand der Mittelstufen-Chor unter Frau Madlung, der mit dem Orchester besonders bei den alljährlichen Sommerkonzerten (meist in der Aula Oldenfelde, weil unsere Pausenhalle zu klein war) und den viel besuchten Weihnachtskonzerten in der Bonhoeffer-Kirche auftrat – und hier neben seinen musikalischen Darbietungen auch durch das Auf- und „Abmarsch-Ballett“ beeindruckte. Gemeinsam mit Frau Heilmann gründete Frau Madlung auch noch 1976 einen gemischten Chor aus Eltern, Schülern und Lehrern, der bis heute – unter neuer Leitung – besteht.
Ab 1988 schien es so, als ob diesen musikalischen Gruppen eine ernsthafte schulische Konkurrenz entstehen würde: Herr Weber, der aus Brüssel zurück an unsere Schule kam, gründete eine Big Band mit anfangs ebenfalls 15 Mitwirkenden, davon weniger als ein Drittel Mädchen. Allein die Lautstärke dieser Gruppe, wenn sie mit ihrer Erkennungsmelodie, dem Thema aus der „Muppet Show“ auftrat, übertraf die anderen. Dann stellte sich aber ein erfreuliches Miteinander der Gruppen ein, die Big Band wuchs auf fünfzig Teilnehmer, wobei der Mädchenanteil immer größer wurde, die Jungen hingegen heute nur noch unter zwanzig Prozent stellen. – Die Big Band hatte unzählige Auftritte in Hamburg und reist weit in der Welt umher, ins ost- und westeuropäische Ausland, nach Kanada und zweimal nach Chile. Frau Marthiens aus der Elternschaft leistete hier wichtige organisatorische Mitarbeit.
Ein dritter ästethischer Bereich entwickelte sich mit dem Theaterspiel an der Schule, an dem Herr Wintzer maßgeblich beteiligt war. 1976 existierten bereits vier Theatergruppen an der Schule mit verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern. In den achtziger Jahren wurde dann auch auf Grund der bisherigen besonderen Leistungen das Fach Darstellendes Spiel für die Abiturprüfung an der Schule zugelassen.

Sport
Eine weitere Säule der umfassenden Bildung am Gymnasium Meiendorf war der Sport. Anfangs fehlte es dazu noch gewaltig an Räumen. Auf Initiative der Sportlehrerin Frau Eschenbach pflügte uns ein Landwirt auf dem benachbarten Feld, das von der Stadt schon zur Schulerweiterung erworben war, einen Streifen für eine provisorische Hundertmeterbahn, später wurde eine Aschenbahn über hundert Meter südlich des Hauses 7 angelegt. 1978 bekam die Schule dann einen großen Sportplatz mit 400-m-Bahn, Spiel- und Fußballfeld und sogar Zuschauerstehplätzen.
Die alte Hundertmeterbahn verwandelte sich jetzt unter der Regie von Frau Kies zu einem Schulgarten. Daneben gab es eine Zeitlang einen Stall für zwei Schweine, die der Beobachtung durch den Biologie-Unterricht dienten – und der Schulbehördenverwaltung erhebliche Kopfschmerzen im Hinblick darauf verursachten, über welchen Etat das Futter wohl abzurechnen sei.
Bereits im Mai 1975 wurde unsere Dreifelder-Turnhalle durch den Innensenator eingeweiht: mit komplettem Handballfeld oder teilbar in drei Volleyballfelder. Nun musste der Sportunterricht nicht mehr in der einen kleinen Turnhalle zusammen mit der Grundschule erfolgen.
Die Erfolge stellten sich dann auch bald ein: Mit den beginnenden achtziger Jahren waren Hallenhandball-Mannschaften der Jungen vielfach bei den Hamburger Schulmeisterschaften vertreten. Es war immer ein großes Ereignis, wenn zu den Endspielen, die in der Wandsbeker Halle ausgetragen wurden, fast die ganze Schule zum Anfeuern erschien. Wir brachten mehrfach die Halle zum Beben und trieben unsere Schüler zu mehreren Meisterschaften in verschiedenen Jahrgängen. An den Bundesfinalen für „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin schlugen sich die Mannschaften beachtlich, 1982 errang die älteste Gruppe mit ihrem Betreuer Herrn Waruszewski einen dritten Platz. Im Hinblick auf die Erfolge lösten später auch hierbei die Mädchen die Jungen ab.
Ebenso waren Ruderinnen des Gymnasiums Meiendorf bei den Bundesjugendspielen in Berlin erfolgreich: Der Gig-Doppelvierer der Mädchen war 1974 und 1975 im Endlauf. Die Schule kaufte, wieder mit Hilfe des Schulvereins, darauf auch ein eigenes Ruderboot, das wir in einem Hamburger Ruderverein deponierten und dadurch noch zusätzliche Ruderzeiten für unsere Schüler neben dem Schülerruderverein erlangten.
Neben den üblichen Schulsportarten wurde Squash und Hockey betrieben sowie Klassenreisen mit Surfkursen von Herrn Kaczmarzcyk durchgeführt.
Eine Sonderrolle spielte der Schwimmunterricht: In den siebziger Jahren war er noch vielfach erforderlich, um überhaupt das Schwimmen zu erlernen. In den achtziger Jahren, wir waren mittlerweile Fördermitglied der privaten Volksdorfer Schwimmhalle geworden, gab es kaum noch Nichtschwimmer in den Anfangsklassen, so dass jetzt weitergehende Techniken geübt wurden.
Zusätzlich eine immer größere Bedeutung gewann auch im Sportunterricht die tänzerische Gymnastik, für die sich besonders auch Frau Leverköhne einsetzte. Die Leistungen waren hier bald so erstaunlich, dass auch diese Sparte zum Sportprüfungsfach avancierte und die Kandidatinnen der Prüfungskommission „vortanzten“.

In einer Schule geht es um Schüler. All unser Bemühen gilt ihnen. Deshalb ist es hier auch nicht möglich, im Einzelnen direkt auf das Thema Schüler einzugehen. Indirekt handeln alle von uns angesprochenen Gesichtspunkte letztendlich von den Schülern, ihrem Lerninteresse und ihrem Wohlergehen. Dies vorausgesetzt, muss man akzeptieren, dass freilich die Schwierigkeiten und die Kontroversen genau dann beginnen, wenn man festlegen will, was den Lerninteressen der Schüler entspricht und was zum Wohlergehen beiträgt. Deshalb ist fortwährend ein kritischer Dialog mit den Schülern erforderlich, in den die Eltern, die Lehrer, die Schulpolitik und die Bildungsforschung einbezogen werden müssen.
Der Dialog mit den Schülern findet in erster Linie in den Klassenzimmern statt, sei dies im Klassenrat oder im Fachunterricht.
Darüber hinaus besitzen die Schüler eine eigene Interessenvertretung im Schülerrat und in der Schulkonferenz. Bei diesen Möglichkeiten zur Interessenvertretung lässt sich beides beobachten – und oft sogar zur gleichen Zeit: Desinteresse, Unwillen, zuweilen auch Überforderung sind bei der Mitarbeit in den Gremien zu beobachten, aber genau so sehr findet man hochverantwortliche, konstruktive und problemlösende Mitarbeit.
Am Gymnasium Meiendorf wird von Schulleitung und Kollegium großer Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern gelegt.
Und dass diese Zusammenarbeit gelingt, zeigt das stabile und vertrauensvolle Verhältnis zwischen Schulleitung, Kollegium, Elternrat und Schulkonferenz. Dies war und ist in der Zeit als Herr Weismann Schulleiter ist, nicht zuletzt durch die konstruktive, kluge und sachkundige Arbeit der drei Elternratsvorsitzenden Herrn Jäger (jetzt Vorsitzender des Schulvereins), Frau Harten und Herrn Gottschalk möglich.

Dass die Eltern mit ihrem großen Engagement hervorragende Arbeit machen, wurde auch von staatlicher Seite gewürdigt: Im Jahr 2005 feierten wir das dreißigjährige Jubiläum unserer Schulküche. In diesem Jahr wurde die Schulküche mit staatlichen Geldern überdurchschnittlich aufwändig renoviert und auf einen Stand gebracht, der für vergleichbare Schulen ziemlich einmalig ist. Alles glänzt in Edelstahl. Neueste Kochgeräte sind vorhanden, in denen man gleichzeitig kochen, backen, braten dünsten und etwa auch spülen kann, falls wir hier die moderne Küchentechnik nicht doch etwas überschätzen. Nicht zu überschätzen ist der unermüdliche ehrenamtliche Einsatz der über sechzig Personen zählenden Kocheltern, die auch die stark wachsenden Zahlen an Essensausgaben zu bewältigen vermögen. Die Zahl der Essensausgaben wird mittelfristig noch weiter anwachsen, da auf Grund der „Langtage“ in Folge der Schulzeitverkürzung zunehmend mehr Schüler die Schulküche beanspruchen werden.
Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sei an dieser Stelle Frau Holzmüller und Frau Kronenberg gedankt.

Bei der Zusammenarbeit mit den Eltern muss ganz besonders auch auf unseren Schulverein hingewiesen werden. Ohne die Unterstützung des Schulvereins würde noch nicht einmal dieses vierzigjährige Jubiläum angemessen gefeiert werden können. Unsere musikalischen Schwerpunkte wären ohne den Schulverein nicht möglich, zumindest aber sehr viel eingeschränkter. Gleiches gilt für den sportlichen Bereich, sei dies bezogen auf unsere Ski-Ausrüstung oder auf den im letzten Jahr entstandenen Beach-Volleyball-Platz, den Schüler während einer Projektwoche zusammen mit Sportlehrern und mit finanzieller Unterstützung durch den Schulverein errichtet haben.

Die Chronik wird fortgesetzt …

Quellen: Jubiläumsbuch „40 Jahre Gymnasium Meiendorf. Die Schule auf dem Weg.“ Hamburg 1966 unter Verwendung von Texten der ehemaligen Schulleiter Joachim Immisch, Dr. Siegfried Graßmann und Konrad Weißmann

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