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02 Februar 2017

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Ein Wochenende im Thalia Theater

Ein Wochenende im Thalia Theater

Es ist Samstag, der 08.10.16. Ein Tag im Thalia Theater steht meinem Profil und mir bevor. Noch ein wenig voreingenommen, wie vermutlich die meisten meiner Mitschüler, treffe ich mich mit den anderen um 11:00 vor dem Eingang des Theaters. Nicht aber benutzen wir den Haupteingang, denn heute wollen wir uns kein Theaterstück anschauen. Heute werden wir hinter die Kulissen blicken. Vor allem werden wir eigenständig an einem Projekt arbeiten, das uns noch über Wochen begleiten wird. Wir betreten eines, der höchsten Stockwerke des Theaters. In einem riesigen Raum nehme ich Malereien, Skulpturen und imposante Werke von Bühnenbildnern wahr. Gemeinsam mit dem Profil setze ich mich an einen langen Tisch, der ein Stück weiter, in der riesigen Werkstatt, seinen Platz findet. Mein Tutor, Herr Lücke, heißt uns im Theater herzlich willkommen und macht uns mit einem seiner Freunde bekannt, der sich uns als Henning vorstellt.

Es ist ein sehr freundlich wirkender, sympathischer Herr, dem ich aber vorerst nicht entnehmen kann, was seine Tätigkeit ist. Später erst, erfahre ich, dass Herr Sominka hochwertige Kulissen und Bühnenbilder für bedeutende Theaterstücke erstellt. Nach einer kurzen Einführung
machen wir uns ans Werk. Uns an M.C. Escher (Niederländischer Künstler; 1898-1972) orientierend, gestalten wir nun Illustrationen, die von Dimensionen befreit sind. Später, nach Fertigstellung dieser Illustrationen, werden wir diese, mithilfe des „Matte-Painting“ in unsere Kurzfilme einbinden. Ziel ist es, dass jeder Schüler drei solcher Werke vorliegen hat. Beide, die Illustrationen und der Kurzfilm, werden im Rahmen des Semesterthemas durchgeführt:

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„Das Eigene und das Fremde“ – was ist mir eigentlich eigen? Was ist mir fremd? Dabei spezialisieren wir uns besonders auf die Entfremdung des Menschen durch Maschinen und orientieren uns hierbei an einem, geradezu dem Film: Metropolis (1926). Mit seiner besonders früh erscheinenden Darstellung der Machtübernahme von Maschinen, qualitätsreichen und hochmodernen Robotern, ist Metropolis der erste, aber unabhängig davon, auch einer der bedeutendsten Filme, die ein solch umfangreiches Themengebiet behandeln. Ein Thema, das ein weites Spektrum von Interpretationen und Gestaltungsmöglichkeiten bietet.  Ästhetisches Profil – Kunst S1 22.12.16 Zwei Tage lang, von 11:00 bis 17:00 Uhr, arbeite ich an der Seite meines Profils, Herrn Lücke und Herr Sominka, in einer sehr gemütlichen Atmosphäre mit Musik und lustiger Unterhaltung zusammen. Am Sonntag, am zweiten Tag also, führt uns Herr Sominka durch andere Teile des Theaters. Unter anderem dürfen wir sogar auf die berüchtigte Bühne, welche derzeitig bereits für die Inszenierung „Wut/Rage“ von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek aufgebaut ist. Noch an diesem Abend würde sie eine große Menschenmenge ins Theater verführen. Herr Sominka belehrt uns während des Rundgangs über die Zusammenarbeit, zwischen allen Mitwirkenden in einem Theater und erzählt uns einiges über die Gestaltung von Theaterkulissen. Hierbei werde ich erstmalig auf die Komplexität aufmerksam, die das Bühnenbild mit sich trägt. Es ist nicht nur, dass der Bühnenbildner mit ästhetischer Begabung veranlagt sein muss, er muss sich dazu mit Material und Vorgehensweise beschäftigen, um gelungene Bühnenbilder zu kreieren. Es ist Sonntag, der 09.10.16, 17:00 Uhr. Nach einem letzten Gruppenfoto, zur Bewahrung dieser schönen Erinnerung, verlasse ich das Thalia Theater mit einem ganz anderen Eindruck, wie als ich es betrat. Es war ein sehr geglücktes Wochenende.

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Sepehr Mostajab S1

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