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Diktatwettbewerb für Oberstufe, Lehrer und Eltern

„Gleißend hell“ oder „gleißendhell“?

Das Gymnasium Meiendorf auf dem Diktatwettbewerb „Hamburg schreibt“

 

Rechtschreiben – das ist eigentlich ein Thema der Grundschule und Unterstufe, danach kann doch jeder schreiben. Sollte man meinen. Davon abgesehen, dass die Realität natürlich anders aussieht, ging es beim dritten Diktatwettbewerb in Hamburg, der von der Joachim Herz Stiftung veranstaltet wird, aber nicht um die Großschreibung von Nomen oder am Satzanfang. Hier wurden Oberstufenschüler, Lehrer und Eltern mit sehr kniffligen Einzelfällen gefordert und diesen Herausforderungen stellten sich dieses Jahr erstmals auch Schüler des Gymnasium Meiendorfs aus zwei S2-Deutschkursen und ihre Lehrerinnen Frau Lammel und Frau Krätzschmar.

So wurden vorab mit dem gesamten Kurs Spezialfälle der Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung geübt und interessierte Schüler, die sich von dem Probediktat aus dem letzten Jahr (Überschrift „Faszinierende Volksfestatmosphäre“) nicht hatten abschrecken lassen, meldeten sich dann zum Wettbewerb an. Zuvor gab es aber noch einen interessanten Trainingsnachmittag an einem Samstag im Februar, bei denen Frau Lammel und drei ihrer engagierten Schüler nicht nur lecker verpflegt wurden, sondern von Profis auch noch in die tiefen Geheimnisse der deutschen Rechtschreibung eingeweiht wurden: Warum heißt es zum Beispiel „drei viertel acht“, aber „Viertel vor acht“?

Am 23.02.2017 war es dann so weit: Ca. 150 Teilnehmer aus Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft aus 17 Hamburger Schulen trafen sich in der Aula der Wichern-Schule und versuchten sich an dem kniffligen Text voller Fremdwörter und Zweifelsfälle, mittendrin 10 Schülerinnen und Schüler und die zwei Lehrerinnen aus dem Gymnasium Meiendorf. Es ging um „Selfie mit der Elphi“, aber während die Überschrift noch einigermaßen zu meistern war, mussten viele bei Wörtern wie „Feuilltonist“, „hineingeheimnissen“ und „anheimfallen“ wirklich schlucken.

Bei der gemeinsamen öffentlichen Korrektur waren dementsprechende „Ahhs“ und „Oh neins“ zu vernehmen, doch vor der Siegerehrung wurden alle Mühen belohnt: In diesem privaten Rahmen performte die bekannte Poetry Slammerin Julia Engelmann zwei witzig-bewegende Texte und Bastian Sick, der Autor von „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ erzählte von ungewollt komischen „Verschreibern“ in allen Branchen, wie z.B. einer „hautstrafenden Bodylotion“ oder dem Werbeslogan „Wir braten Sie gern“.

Bei der Auflösung und Preisverleihung mussten die Teilnehmer des Gymnasium Meiendorfs desillusioniert feststellen, dass sie sich lediglich im Mittelfeld bewegten, nur Lionel Beaucamp (S2) kam mit seinen 18 Fehlern (viel besser als die durchschnittlich 30 Fehler bei den Schülern) dem Ersten-Platz-Preisträger aus der Wichern-Schule (13 Fehler) ziemlich nah. Bei den Eltern siegte eine Teilnehmerin des Gymnasium Bodenwalds mit 10 Fehlern und bei den Lehrern eine Lehrerin aus dem Gymnasium Rahlstedt mit 6 Fehlern.

Beim anschließenden Imbiss gab es zum Trost noch ein paar Selfies – diesmal nicht mit der Elphi, sondern mit Julia Engelmann und Bastian Sick – und man schwor sich: Das war nur der erste Versuch, im nächsten Jahr sind wir besser!

 

Amadea M. E. Lammel

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