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Digitalisierung



Konzept

 

Die Kultusministerkonferenz formuliert das Ziel, dass bis 2021 jede Schülerin und jeder Schüler, wenn es aus pädagogischer Sicht im Unterrichtsverlauf sinnvoll ist, eine digitale Lernumgebung und einen Zugang zum Internet nutzen können soll. Mit dieser großen Aufgabe befassen sich sämtliche Gremien der Schule seit geraumer Zeit intensiv. Nachdem unsere Entscheidung für eine Pilotphase im zukünftigen Jahrgang 9 gefallen ist, wollen wir diese Vorgabe nun im Schuljahr 2018/19 mit Leben füllen und folgen dabei diesen Grundsätzen:

 

• Wir beginnen mit dem 9. Jahrgang, da hier die Ausrichtung auf die Oberstufe ansetzt, in der zentrale digitale Fertigkeiten vorausgesetzt werden. Aus Gründen der Gleichbehandlung wird die gesamte 9. Stufe einbezogen, die über WLAN, Visualisierungstechnik und digitale Endgeräte verfügen soll.

 

• Wir sehen die Digitalisierung als Beitrag zur Unterrichtsqualität und Erweiterung unseres Verständnisses von „gutem Unterricht“ durch die methodische Ergänzung und Vielfalt, die Chancen zur Individualisierung und Möglichkeiten der Förderung.

 

• Wir verfolgen einen pragmatischen Ansatz für eine zeitgemäße Bildung, der nach der Pilotphase neben bekannten Lernformen in etwa zu 30% aus digital gestütztem Unterricht bestehen könnte.

 

• Wir wollen auf die Zukunft in einer digitalisierten Arbeitswelt vorbereiten und die Schülerinnen und Schüler in einer bereits digital geprägten Lebenswelt abholen.

 

• Wir wissen um die technische Dimension des Aufbaus einer digitalen Infrastruktur und ermuntern daher zu Geduld und Gelassenheit bei auftretenden Schwierigkeiten und Verzögerungen.

 

• Wir halten eine kritische Begleitung und Evaluation des Digitalisierungsprozesses für wichtig und betrachten dies als erzieherische Gemeinschaftsaufgabe von Schule und Elternhaus. Zum Ende der Pilotphase streben wir ein gemeinsames Fazit an.

 

Zeitplan

 

Montag, 27. August 2018: Fachtag Digitalisierung für Jahrgang 9 mit Impulsvortrag von Marina Braun („ChaosmachtSchule“) und fünf Workshops (08:00-15:30)

 

Organigramm

 

Ein so großes Projekt wie die Digitalisierung kann nicht von ein paar Wenigen gestemmt werden, hierfür sind viele verschiedene Personen und Gruppen nötig. Einen Überblick über die beteiligten Gremien und involvierten Kolleginnen und Kollegen gibt das folgende Organigramm.

 

FAQ’s

Was ändert sich am Unterricht?

  • Die Fachschaften entwickeln entweder mindestens eine besonders digital unterstützte Unterrichtseinheit oder binden digitale Medien verstärkt in den Unterricht ein – die Vorgehensweise der Fachschaften wurde auf der Ganztagskonferenz konkretisiert.
  • In Mathematik, Deutsch und Geschichte werden in diesem Schuljahr die Schulbücher durch E-Books ersetzt. Ein Klassensatz analoger Bücher kann nachbestellt werden.
  • Für den Unterricht wird in den Klassen ein besonderes Regelwerk entwickelt. Das Spannungsfeld zwischen unserer klaren Medienregelung (keine Nutzung zum privaten Gebrauch) und zielgerichteter Einbindung digitaler Medien und des Internets in den Unterricht bedarf der Kommunikation.
  • Für Bereitstellung, Austausch und Dokumentation von Unterrichtsmaterialien (auch für den Vertretungsunterricht) wird eine Plattform genutzt. Es ergeben sich neue Formen der Kooperation.

 

Wie bilden sich die Lehrkräfte fort?

  • Das Kollegium hat in den letzten Schuljahren in zwei Ganztagskonferenzen zum Thema Digitalisierung gearbeitet. Es wurden Workshops zu speziellen Apps und zu didaktischen Fragen angeboten.
  • Wir haben Experten an die Schule geholt, beispielsweise vom LI (Ingo Kriebisch) oder vom ChaosComputerClub („Chaos macht Schule“, Marina Braun). Diese Kontakte nutzen wir für weitere Fortbildungsplanungen.
  • Die Schulleitung und die Medienbeauftragten haben andere Schulen besucht und sich deren System erklären lassen.
  • Die Mitglieder der Schulleitung tauschen sich regelmäßig mit Funktionskollegen aus.
  • Mitglieder des Kollegiums und der Schulleitung sind regelmäßige Besucher der „didacta“, des Beltz Bildungskongresses und erstmals 2018 des Kongresses „#excitingedu“. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden in den Gremien vorgestellt.
  • Alle Lehrerinnen und Lehrer belegen Fortbildungen zu ihren individuellen Arbeitsschwerpunkten. Als Multiplikatoren bieten sie schulinterne Fortbildungen an.

 

Wie werden die Schülerinnen und Schüler „fit“ gemacht?

  • Zu Beginn des Schuljahres (am 27. August 2018) hat es einen Fachtag „Digitalisierung 9“ gegeben. Neben einem Impulsvortrag von Marina Braun (vom ChaosComputerClub „Chaos macht Schule“ und Landesinstitut für Lehrerbildung Hamburg) wurden Workshops zu Fortbildungsthemen angeboten.
  • Fortbildungen, auch im laufenden Schuljahr: 10-Finger-System-Kurse (Fiellascript), Schreibprogramme (OpenOffice-Writer, Word), Tabellenkalkulationsprogramm, Internetregeln, Einrichtung von Firewalls, Datenschutz.

 

Geht die Handschrift verloren?

  • Das Abitur wird bei uns bis auf Weiteres per Hand geschrieben. Wir legen viel Wert auf Handschriftlichkeit und legen den Unterricht so an, dass die Handschrift grundsätzlich in jeder Stunde genutzt wird (Ausnahmen in einzelnen Fächern wie Sport sind selbstverständlich).

 

Wie wird der Bildungserfolg gesichert?

  • Wir leben in einer digitalisierten Welt, in der eine rasante Entwicklung stattfindet. Die Schule hat den Auftrag, im Unterricht Medienkompetenz zu vermitteln, die die Bereiche der Anwendung und der Entwicklung sowie der Prävention und der kritischen Reflexion umfasst. Alle an Schule Beteiligten befinden sich in dieser Hinsicht in einem Lernprozess, den wir als Schule mit verstärkter Fortbildung der Lehrkräfte und besonderen Lernarrangements für die Schülerinnen und Schüler gestalten. Wir entdecken neue Arbeitsformen und neue Inhalte. Es ergibt sich ein Sondierungsprozess, in dem wir unser Schulinternes Curriculum im Sinne einer zeitgemäßen Bildung verändern. Wir haben eine klare Haltung zu Bildungsinhalten, die unsere Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur erwerben und werden somit auch den verstärkt digital unterstützen Unterricht in diesem Sinne entwickeln.
  • Nach wie vor nehmen wir an Lernstandserhebungen teil und nutzen zudem im Rahmen unserer Förderkonzepte innerschulische Tests und Kompetenzbögen.

 

Wie steht es um die Lernzeit, wenn die Technik nicht funktioniert?

  • Wir gehen davon aus, dass in der Anfangszeit zunächst einiges eingerichtet werden muss, sind aber darauf eingestellt und bereiten den Unterricht so vor, dass einerseits der digitale Zugang gewährleistet ist und andererseits analoge Alternativen bereitstehen.
  • Ein Support durch eine Schülergruppe ist in Vorbereitung, so dass nach und nach die technischen Kompetenzen bei den Schülern wachsen können.

Warum überhaupt BYOD (Bring Your Own Device)?

  • Ein eigenes Gerät im Unterricht und zu Hause zu nutzen ist aus Gewohnheitsgründen wünschenswert. Wo eigene Geräte bereits vorhanden sind, wird diese Möglichkeit in der Regel gern genutzt.

 

Wie wird BYOD (Bring Your Own Device) am GyMei gestaltet?

  • Wir haben die Geräteanforderungen beschrieben und für einen eventuellen Kauf Empfehlungen ausgesprochen. Eine Mietkauf-Gruppenbestellung ist veranlasst.
  • Das Angebot des von der Schule empfohlenen Anbieters („Klassemobil“) ist freiwillig.
  • Die Idee eines Second-Hand-Systems ist von der Schule zurzeit nicht umsetzbar – denkbar wäre die Betreuung durch eine Elterninitiative.

 

Welchen Mehrwert hat die Nutzung des Tablets/Notebooks?

  • Das Tablet/Notebook knüpft nicht nur an die heutige Lebenswelt der Schüler an und wirkt oft motivierend, es bietet im Unterricht auch erweiterte Möglichkeiten im Vergleich zum analogen Unterricht: Eine Vielzahl unterschiedlicher Medien kann flexibel genutzt werden, individualisiertes Material ist einfacher zur Verfügung zu stellen.

 

Müssen alle zu Beginn des Schuljahres ein Gerät mitbringen?

  • Die Schule hält als Ergänzung Geräte zur Nutzung während der Schulzeit bereit. Jeder Schüler und jede Schülerin wird am Unterricht teilnehmen können, auch wenn kein eigenes Gerät mitgebracht wird. Falls auch zu Hause kein Gerät genutzt werden kann, sprechen Sie bitte die Klassenlehrkraft an.

 

Wir haben kein Gerät, möchten aber demnächst eines erwerben. Was wird empfohlen?

 

Android-Systeme:

  • Asus ZenPad 10 ZD301MFL
  • Lenovo ZA1Y0041HU
  • Samsung Galaxy Tab S3

Windows-Systeme:

  • HP x2 10-p003ng
  • Samsung Galaxy Book W620
  • Acer Switch Alpha 12

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte entweder mit eMMC-Festspeicher – besser SSD-Festspeicher – ausgestattet sind. Ein HDD-Festspeicher ist aufgrund der geringen Lesegeschwindigkeit nicht zu empfehlen.
Wenn möglich sollte das Gerät einen Intel Core-Prozessor haben – ein Intel Atom ist aber auch ausreichend. Ebenfalls sollte der Arbeitsspeicher mindestens 2 GB RAM – besser 4 GB RAM – betragen.

 

Was ist, wenn ich das Gerät nicht bezahlen kann?

  • Sprechen Sie uns (die Klassenlehrer oder Mitglieder der Schulleitung) bitte an.

 

Wie werden die Geräte in der Schule verwahrt? Wie wird mit dem Thema Sicherheit umgegangen?

  • Die Schließfächer in den Klassenräumen werden in Eigenverantwortung verwaltet (Vorhängeschloss); die eigenen Geräte dürfen nicht über Nacht in der Schule bleiben.
  • Die Geräteversicherung übernimmt jeder selbst (über „Klassemobil“ werden besondere Konditionen angeboten).
  • Die Raumplanung sieht vor, dass die Klassenräume nicht von anderen Gruppen genutzt werden.

 

Was wird durch die Schule finanziert?

  • Die Schule baut ihr WLAN-Netz aus und richtet in allen Unterrichtsräumen digitale Präsentationstechnik (WLAN-Beamer) ein. Ein Prototyp ist erfolgreich installiert.
  • Durch die Schule und den Schulverein werden derzeit 25 neue Geräte finanziert. Eventuell steht noch mehr Geld zur Verfügung. Auch Behördengelder werden ausgeschüttet, wir kennen jedoch noch keine konkreten Zahlen.

Einige Gedanken dazu: Man muss mit der Bildungspolitik nicht einverstanden sein. Als Schule müssen wir aber mit diesen Rahmenbedingungen leben und machen das Beste daraus.

Die Schule investiert in erheblichem Umfang und trägt so ihren Teil zum Erfolg bei. Dazu zählen das WLAN, die Präsentationstechnik, die elektronischen Schulbücher, nicht zuletzt der engagierte Einsatz des Kollegiums …

Dass auch der Schulverein hier unterstützt, hilft Schule und Eltern beim gemeinschaftlichen Ziel eines guten und modernen Unterrichts weiter.

 

Wie kann technischer Support funktionieren?

  • Eine Schülergruppe wird entwickelt, fortgebildet und von Seiten der Schule betreut. Sie sollen helfen, a) kleinere technische Probleme im Unterricht zu beheben und b) individuelle Probleme im Umgang mit dem Gerät zu lösen. Angedacht ist hier eine „technische Sprechstunde“.

 

Welche Software wird verwendet?

  • Zurzeit verwenden wir Windows bzw. proprietäre freie und OpenSource-Software.

Wie geht die Schule mit Medienprävention um?

  • Die kritische Mediennutzung wird an vielen Stellen und auf vielen Ebenen behandelt. Die Themen zur Prävention orientieren sich dabei am Hamburger Medienpass: Soziale Netzwerke, Datenschutz und Urheberrecht, Cybermobbing, Smartphonenutzung, Computerspiele. So führen die Medienscouts aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 Workshops mit Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 durch. Außerdem werden einige Themen in der Kennenlernwoche der neu zusammengestellten 7. Klassen verbindlich durchgeführt. Auch die Gewaltpräventionsstunden der Polizei behandeln diese Inhalte. Darüber hinaus wird die kritische Mediennutzung natürlich auch im Fachunterricht behandelt, so z.B. Musik, Philosophie, Medien, oder Präsentieren und Kommunizieren. Die Schüler erlernen so wichtige mediale Kernkompetenzen, die auch im schulinternen Mediencurriculum auf Grundlage der von der Kultusministerkonferenz formulierten „Kompetenzen in der digitalen Welt“ verankert sind:
    • Interagieren
    • Sicher und achtsam in digitalen Umgebungen agieren
    • Persönliche Daten und Privatsphäre schützen
    • Gesundheit schützen
    • Medien analysieren und bewerten
    • Rechtliche Vorgaben beachten
    • Umgangsregeln kennen und einhalten (Netiquette)
    • Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren
  • Elternabende zur Medienprävention sind im Jahresplan verankert.

 

Wie wird mit den Themen Datensicherheit und Schutz vor unerwünschten Inhalten umgegangen?

  • Zu Beginn des Schuljahres 18/19 gab es eine Fortbildungseinheit für die Schülerinnen und Schüler des 9.  Jahrgangs, um auf Aspekte des Themas aufmerksam zu machen.
  • Ein „Code of Conduct“ ist zu entwickeln.
  • Das Schulnetz ist gegen unerwünschte Internet-Inhalte abgesichert. Das macht der Schulfilter, eine speziell konfigurierte Firewall (Time for kids-Box).

Wie lange dauert das Pilotprojekt?

  • Es wird der Doppeljahrgang 9 und 10 pilotiert, es betrifft also den Jahrgang 9 (Schuljahr 18/19) über zwei Jahre.

 

Wie wird das Pilotprojekt evaluiert?

  • Laufend; der Evaluationsbeauftragte begleitet den Prozess von Beginn an und nimmt auch die Elternperspektive auf.
  • Kriterien für das Gelingen des Pilotjahrgangs sind die überwiegende Zufriedenheit und der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Ersteres wird über Befragungen erhoben, Letzteres über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler (Zeugnisse, Abschlüsse).

 

Wie sieht es mit den anderen Jahrgängen aus?

  • Wir planen die schrittweise Einbeziehung weiterer Jahrgangsstufen. Hierzu können wir derzeit keine konkreten Aussagen machen, da wesentliche Informationen für Rahmenbedingungen wie Finanzierung oder das Voranschreiten des Ausbaus des Schulnetzes noch nicht vorliegen.

Weitere Fragen können per E-Mail über [email protected] unter dem Betreff „Digital 9“ gestellt werden.

 

Christian Thobaben (Stellvertretende Schulleitung), Maja Behncke (Abteilungsleitung Mittelstufe), Anja Lindenau (Didaktische Leitung)

 

Stand: 04.09.2018

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