Gymnasium Meiendorf: 040 / 4 28 86 380

Die Frühlingskonzerte 2018 – ein voller Erfolg!

In seiner Begrüßungsansprache hatte Herr Dr. Krause, als Vertreter der Schulleitung, schon das Außergewöhnliche hervorgehoben: in nur 61 Arbeitstagen seit den Weihnachtskonzerten haben die Ensembles ein fast vollständig neues Programm erarbeitet! Was für eine Leistung – schon allein für sich genommen!!!

 

Und dabei wurde nicht nur irgendwie musiziert, sondern in mehreren Bereichen die Dezember-Leistungen noch übertroffen. Das gilt insbesondere für den Unterstufenchor unter Frau Schmidts Leitung, der erfolgreich die Mehrstimmigkeit wagte und dem gesanglich gleich das erste Stück („One small voice“) ausnehmend schön gelang.

 

Der Mittelstufenchor hat nur noch 15 Mitwirkende – eigentlich schade bei einer so großen Schule. Doch einmal mehr bewahrheitet sich hier die Erfahrung: Klein, aber Oho!!! Was ein solches Ensemble kann, wenn es nicht vom Klavier aus geleitet, sondern dirigiert wird, führte Anja Lindenau exemplarisch vor. Das war ausdrucksstarker, differenzierter Gesang. Dabei hat mir Paul Simons „Bridge over troubled water“ ganz besonders gefallen.

 

Ebenso freute ich mich an „Yesterday“ des ChorMixtur. Lieder aus meiner Jugendzeit, ich geb es ja zu! Noch schöner aber zu sehen, welchen zahlenmäßigen Zulauf der ChorMixtur hat, und zu hören, was für einen homogenen Klang Anja Lindenau damit zaubert. Dabei war „Shall I Compare Thee“ von Nils Lindberg ein Original-Chorsatz; und das konnte man hören. Die humorvolle Bearbeitung des Kriminaltangos machte allen Mitwirkenden ersichtlichen Spaß, der sich direkt aufs Publikum übertrug. Doch das vielfältig wechselnde Spiel mit Nebenstimmen bewirkte hier, dass in den Strophen der Text und die Melodie es schwer hatten, bis ins hintere Drittel der Aula durchzudringen.

 

Auf gewohnt hohem Niveau das Orchester! Dvorak, von Hause aus Bratscher und Ensemblespieler, hat immer wieder allen Instrumentengruppen wichtige Aufgaben übertragen. Vielfältig wechselnde Klangfarben-Kombinationen verlangen allen Mitwirkenden ständige Präsenz ab. Und Irmgard Jantzen gelang es wieder, daraus einen durchgehenden Spannungsbgen zu formen. Gleiches gilt für die Musik aus Prokofieffs „Romeo und Julia“. Und das alles überzeugte auch deshalb, weil Stimmung und saubere Intonation der Instrumente dies gewährleisteten.

 

Deutlich verjüngt präsentierte sich die Concert Band. Also galt es, alte Stücke mit neuen Mitspielern zu erarbeiten – die sich mehr als nur wacker schlugen. So z.B. im herrlichen „Basin Street Blues“. Für dessen Soli gab es in Meiendorf ausgezeichnete Vorgänger, doch auch die heutige Besetzung konnte sich hören lassen. Ebenso kam Gershwin’s melodiöses „Summertime“ wirklich schön „rüber“ dank Frau Wenigers stets animierendem Dirigat.

 

Sie leitete auch, zusammen mit Anja Lindenau, am Ende den monumentalen Auftritt aller 190 Mitwirkenden des Abends beim großen James-Bond-Medley von Axel Schaffran. Wahrlich nicht meine Musik ist das. Doch ich ziehe den Hut vor dieser Gemeinschaftsleistung, bei der es keinerlei Abstriche zu machen gibt. Uneingeschränkte Anerkennung hierfür!!

 

Die ganze Schule kann stolz sein, einen so wirkungsmächtigen und qualitativ hochstehenden Musikschwerpunkt zu haben!

 

Ulrich Marcks

 

 

Fotos: Matthias Scharf