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Latein

Lehrer / Lehrerin

Birte Oltmanns

-Kategorie

Sprachen

Course Attendees

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Am Gymnasium Meiendorf hat jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit, ab Klasse 8 einen Wahlpflichtkurs Latein (mit je 3 Wochenstunden Unterricht bis Klasse 10, 4 Wochenstunden in Klasse 11) zu belegen und das Latinum zu erwerben. Es wird nach Klasse 11 automatisch mit einer mindestens ausreichenden Zeugnisnote im Fach Latein erteilt.

Und wie ist Lateinunterricht am Gymnasium Meiendorf? Natürlich erwirbt man zunächst Grund-kenntnisse der lateinischen Sprache und lernt verschiedene Bereiche der antiken Kultur kennen, wobei die Welt, in der wir heute leben, immer mit im Blick bleibt, bestehende Bezüge diskutiert werden. Besonderen Wert legen wir auf angemessene, moderne Lernmethoden (Lernwerkstätten und Projekte) und Praxisorientierung (Latein und die heutige Berufswelt, Umgang mit Fremdwörtern, Latein und moderne Fremdsprachen). Zügig wird auf die ersten Originallektüren zugearbeitet und thematisch orientiert auf die Interessen der Schüler einer 8., 9. und 10. Klasse Rücksicht genommen. „Freizeitkultur damals und heute“, „Was ist Liebe?“, „Wie und wovon überzeuge ich andere?“ sind z.B. Fragen, denen wir bis zum Latinum nachgehen werden.

Welchen Einfluss die antike Kultur, die sich von Rom aus immer weiter in Europa ausbreitete, auch bei uns in Deutschland hatte, erleben die Schüler am Ende von Klasse 10 auf einer gemeinsamen Exkursion nach Trier.



Aber warum lernt man überhaupt heute noch Latein?


Nun, wussten Sie, dass Sie Latein sprechen, wenn Sie in einen Omnibus (lat. „für alle“) steigen? Dass Sie aus dem „Fenster“ (lat. fenestra) Latein einen Ausblick auf alle europäischen Sprachen und einen tiefen Einblick in die eigene Sprache bekommen?

60 % des englischen Vokabulars stammen aus dem Lateinischen wie z.B. der Action-Film (lat. actio „Handlung“), in den übrigen europäischen Sprachen sieht es ähnlich aus.

Aus diesem Grund bedient sich die Werbesprache so gern des Lateinischen. Ein Eis, das „Magnum“ heißt (lat. magnus „groß“), lässt sich europaweit und überall, wo man Englisch, Spanisch etc. spricht, gut verkaufen, weil man überall dort versteht, wofür hier geworben wird. „Secura“-Versicherungen (lat. securus „sicher“) dokumentieren auf die gleiche Weise überall dort, was sie ihren Kunden bieten.

Egal, ob man sich in der Sprache der Wirtschaft, der Politik, der Geistes-, der Rechtswissenschaf-ten oder der Medizin und Biologie zu Hause fühlen möchte, mit Latein: kein Problem. So mancher Fachbegriff ist kein Fremdwort mehr, sondern wird leicht erklärbar und verständlich.

Aber, wie gesagt, auch im Alltag steckt Latein. Wer ein Aquarium (lat. aqua „Wasser“) besitzt, gerne Radieschen (lat. radix „Wurzel“) isst und Ferien (lat. feriae „Feiertage“) mag, weiß, wenn er Latein gelernt hat, endlich bescheid, warum die Dinge so heißen. Latein soll eine tote Sprache sein? Wir sprechen alle Latein, jeden Tag. Es ist also auf jeden Fall ein Gewinn, Latein gelernt zu haben, um die Wurzeln europäischer Sprachkultur zu kennen, seine eigene Sprache bewusster wahrzunehmen und besser zu verstehen. Laut Prof. Dr. W.D. Lebek, der eine umfassende Untersuchung unter Studierenden durchführte, weisen Studierende mit Latinum eine deutlich höhere Lesekompetenz auf als Studierende ohne Latinum, sogar wenn man speziell mit denen vergleicht, die Deutsch als Leistungsfach hatten.

Was Latein noch zu bieten hat: Zugang zur Welt der griechischen und römischen Götter und Helden, zur Tradition europäischen Denkens (Philosophie), zu Theorie und Praxis der Redekunst (Rhetorik), zur Grammatik und Sprachgeschichte der eigenen Muttersprache und zur literarischen Tradition Europas.

Lateinkenntnisse sind außerdem sinnvoll und hilfreich bei vielen Studiengängen wie Medizin, Jura, Pharmazie und Biologie, in vielen geistes- und kulturwissenschaftlichen Studiengängen, besonders natürlich in den modernen europäischen Fremdsprachen, wird nach wie vor das Latinum als Qualifikation verlangt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.altphilologenverband.de.

B. Oltmanns (Stand 2017)  

Birte Oltmanns

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Mathematik, Latein, Informatik