Schulküche
AGs
Band
Chor
Orchester
Bibliothek
Kulturhäppchen
Kunstwerkstatt
Austausch
Fahrten
Schülerzeitung
Schulgarten
Bunter Blumenstrauß
Schulgarten
Nach dem Abschluss der allerletzten Bautätigkeiten - Unser Schulgarten erblüht
wieder im neuen Glanz!
Wer geglaubt hatte, dass nur die Bauarbeiten an den Kunstpavillons dem Schulgarten zusetzen würden, wurde eines Besseren
belehrt: Die Bautätigkeiten an den Häusern 5,6 und 7 setzten das Zerstörungswerk am gerade wieder aufgebauten Schulgarten
fort. Trotzig nahmen unsere neuen 5. Klassen unter der Leitung von Frau Fechner den Kampf gegen die Verwilderung erneut
auf und konnten gar erste Erfolge verbuchen.
Danke!!!
Am Anfang war der Garten wüst und leer

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten an den Kunstpavillions war unser ehemals so schöner Schulgarten völlig zerstört. Stauden und Gewürzkräuter, die Frau Kies, die Begründerin unseres Schulgartens, in jahrelanger liebevoller Arbeit herangezogen hatte, waren verschwunden. Es dauerte lange, bis zumindest die Grundstruktur der Beetanlagen wieder hergerichtet war, und es lag jede Menge Bauschutt auf dem Gelände. Am schlimmsten jedoch hatte die Erde gelitten, schwere Baumaschinen hatten den Grund so verfestigt, dass in jeder Rinne das Wasser stand, und nach einem Regen glich alles eher einem Matschacker als unserem neu anzulegenden Schulgarten. Wohin war nur all die gute Gartenerde verschwunden? Erst hartnäckige Nachfragen und Forderungen an die Gartenbaufirma führten zu einer gewissen Nachbesserung, wenn auch nicht zur Zufriedenheit: Beim Umgraben der Beete fanden die Kinder später jede Menge Flaschen, Glasscherben, Bauschutt und größere Steine. Der Clou waren jedoch zwei Gehwegplatten in 30 cm Tiefe in einem der Beete.
Noch vor Weihnachten hatten wir mutig etwa drei hundert Tulpenzwiebeln gesetzt, um deren Gedeihen wir lange bangen mussten! Die oben erwähnten Nachbesserungsarbeiten und der lange Winter machten uns schwer zu schaffen.

So fing die Klasse 5a also an, die Fensterbank der Klasse zum Gewächshaus umzufunkti-onieren. Wir besorgten uns Anzuchtkästen und säten viele verschiedene Pflanzensamen aus: Tomaten, Zierkürbisse, Zuckererbsen, Sonnenblumen, bunte Sommerblumen und nicht zuletzt Kresse als "Vorgeschmack", die dann noch in der Klasse geerntet wurde.
Als es im April dann warm wurde, gab es kein Halten mehr! Die Jungen und Mädchen der Gartenklasse (Klasse 5a) machten sich super fleißig an die Arbeit. Sie gruben die Beete gründlich und tief um, holten alles heraus, was da nicht hinein gehörte - s.o., glätteten die Oberfläche und schufen sogar eine kleine Rinne als Randabschluss. Dann wurden eiligst die Kartoffeln gelegt und die vorgezogenen Pflanzen aus der Klasse umgesiedelt, dazu kamen neue Saaten und Pflanzen, die die Kinder von zu Hause mitbrachten. Mittlerweile ist alles prima angewachsen, und man kann schon die ersten Tomaten an den Pflanzen sehen. Auch reife Erdbeeren sind schon gepflückt worden.

Ein großes Lob allen Kindern der Klasse 5a! Sie haben schon sehr viel geleistet und arbeiten jeden Tag fleißig in ihren Beeten; denn nun gilt es, den Schnecken und den unerwünschten Wildkräutern Einhalt zu gebieten. Und vor allem müssen alle Beete jeden Morgen vor der ersten Stunde gegossen werden, damit die zarten Pflänzchen die Hitze überstehen.
Inzwischen sind die Kartoffeln prima gediehen und versprechen reiche Ernte. Auch die Bohnen an dem Bohnenklettergerüst haben ausgekeimt.
Leider jedoch hatten wir auch böse Rückschläge zu verzeichnen, verursacht durch böse Menschen, denen es anscheinend Freude bereitet, im Garten zu randalieren und die Arbeit der Kinder zu zerstören. Eines Morgens fanden wir viele Pflänzchen herausgerissen, herum geworfen und zertreten. Große Fußabdrücke in den Beeten hatten üble Zerstörungen angerichtet. Die Kinder waren fassungslos und die meisten weinten. Immer wieder fragten sie, wer denn nur so etwas tue. Wir haben dann noch am selben Tag mit 31 Kindern zwei Stunden im Garten gearbeitet, um alles wieder aufzuräumen und vielleicht noch einige Pflanzen zu retten. Der letzte böse Vorfall liegt nur wenige Tage zurück. Am Sonnabendnachmittag entdeckte ich, dass die Randalierer wieder zugeschlagen hatten. Dieses Mal waren Bohnenstangen herausgezogen und teilweise zerbrochen worden. Morgen werden wir auch das wieder in Ordnung bringen!

Trotz allem ist die Freude am Gelingen der Beete riesengroß und alle freuen sich schon auf die Kartoffelernte im Herbst. Da wird es eine Party geben mit Kartoffelfeuer und Grillen.
U. Fechner
P.S. Da uns im Frühjahr alle großen Gartengeräte gestohlen worden sind und noch nicht wieder alles nachgekauft werden konnte, bitten wir um Spenden. Wir wären dankbar für einige Spaten, Harken und Grubber. Auch Handgeräte sind uns hochwillkommen, es fehlt an kleinen Pflanzschaufeln und Krails. Bitte schauen Sie doch einmal in Ihren Schuppen, ob Sie nicht das eine oder andere Stück entbehren können!
Juni 2006



