Der Kunstbereich am Gymnasium Meiendorf - Archiv
Natalia Schäfer - eine Erfolgsgeschichte
Auf der letzten Podiumsdiskussion wurde gefragt, ob es wirklich so schlau wäre, Kinder mit
Migrationshintergrund, die kaum Deutsch sprechen können, in dieselbe Klasse mit Kindern zu
stecken, die eines Tages einmal ein Gymnasium besuchen sollen. Als Natalia Schäfer nach
Deutschland kam war sie sieben Jahre alt und sprach kein einziges Wort Deutsch. Sie konnte
sich mit niemandem verständigen und in der Schule wurde ihr nur langsam Deutsch beigebracht.
Heute besucht und bereichert sie unser Gymnasium. Sie hat einen Notendurchschnitt von 1,7
und wird nächstes Jahr ihr Abitur machen.

Natalia Schäfer scheint der personifizierte Inbegriff von Talent zu sein. Schon früh erkannte
sie ihre Leidenschaft für die Kunst. Wettbewerbe schien sie am laufenden Band zu gewinnen.
Oft durfte sie ihre Auszeichnungen im Hamburger Rathaus entgegennehmen und nicht weniger
selten bekam sie diese von den jeweiligen Bildungssenatoren überreicht. Die Bildungssenatoren
wechselten, doch Natalias Talent blieb. An unserer Schule hat sie sich bereits einen Namen
gemacht, denn sie hat den Talentabend, "Band-Contest" und "Roll over Benefiz"-Konzert
organisiert und nun leitet sie auch die Kunstwerkstatt, wo sie sich unter Schülern ihres
Gleichen und vielleicht auch ihren Nachfolgern befindet.

Die Lehrer unserer Schule sind ebenfalls begeistert und unterstützen Natalia wo sie nur können.
So gehören z.B. Herr Holtmann, Herr Hauenschild, Herr Küchmeister, Herr Marx und auch Frau
Mulckau zu Natalias Förderern. Doch in den vergangen zwei Jahren erhielt Natalia noch eine
ganz andere Förderung. Die Lichtwark-Gesellschaft verlieh Natalia zum zweiten Mal ein
Stipendium, um das sie sich beworben hatte. Natalia setzte sich, wie elf weitere talentierte
Künstler gegen eine Menge anderer Bewerber durch. Doch dieses Jahr war für sie das Stipendium
eine ganz besondere Ehrung, denn dieses Jahr wurden ihre Kunstwerke in der Europapassage
ausgestellt. Die Eröffnung der Ausstellung war so gut besucht, dass man kaum noch Platz zum
Luftholen hatte. Doch bei Natalias Bildern war das nicht einmal nötig, denn die nahmen einen
den Atem. Am Ende war die Ausstellung ein großer Erfolg und Natalia geht als eine Gewinnerin
heraus. Vielleicht wird bei Wikipedia zwischen Dürer, Picasso und van Gogh eines Tages auch
der Name Natalia Schäfer stehen.
Claudia Lorenz
Mode aus Zeitung
Im Kunstunterricht der Klasse 6b bei Frau Schwedler hatten die Schüler in einer projektorientierten
Unterrichtsreihe Kleidung für bestimmte Zwecke hergestellt - es wurde jedoch nicht mit Stoff,
Nadel und Faden gearbeitet. Nein - vielmehr aus Zeitungspapier sollten sie in Kleingruppen mit
Hilfe von Schere, Klebestoff/-band und einem Heftgerät ihre individuellen Modelle entwerfen.
Ein Kind sollte dabei das Modell sein, dem die Kleidung angepasst wurde. Die Schüler sollten
die Fantasie spielen lassen und die Kleidung entweder ausgefallen oder funktionell entwerfen
und gestalten. Zum Präsentationstag am 10.07.2007 wurde eine Modenschau unter Leitung von
Frau Breckwoldt und Herrn Gerstacker einstudiert. Schüler, Lehrer und auch Gäste zeigten
sichtlich ihre Freude.

Die Bremer Stadtmusikanten - ein musikalisches Schattenspiel

In "der Requisiten-Schmiede" des Kunstunterrichts der Klasse 5c bei Frau Schwedler wurden
die Schattenfiguren, Standbilder und Requisiten von den Schülern in Kleingruppen gestaltet.
Als Grundmaterial dienten vorgefundene Pappe und Karton.Unter der Bühnenregie von Frau
Maibaum, der Klassenlehrerin, und der musikalischen Gestaltung von Herrn Marcks wurde
die Koordination von Vorlesen und Agieren und der für das Schattenspiel nötige Bewegungsablauf
auf der Bühne geprobt. Bei der Aufführung am 10.07.2007 "schmetterte" der Chor im Hintergrund
unsichtbar, von Herrn Marcks auf dem Klavier begleitet, Tier- und Räuberlieder.

Senioren-Frühstück mit Schülerbesuch


Unter der Leitung von Herrn Hauenschild malte die 6a für den Freundeskreis Seniorenhilfe
Berne e.V. mehrere Bilder, die jetzt in dem Aufenthaltsraum des Vereins hängen. Am 9. Mai
fand dann bei einem Seniorenfrühstück die Übergabe der Bilder statt. Frau Henker-Kelsch,
die Vorsitzende des Vereins, bedankte sich in einer Rede für die Mühe, die sich die Schüler
gemacht hatten. Außerdem gab es jede Menge Süßigkeiten für die Kinder die mitgekommen waren.
Die hatten sie sich aber auch wirklich verdient, denn nicht nur ihre Kunststunden vielen dem
Projekt zum Opfer sondern auch einige Deutschstunden.


Dieses Mühe und Arbeit ist in den Bilder aber auch deutlich zu erkennen. Alle Senioren waren
begeistert. Sie freuten sich, dass endlich mal wieder etwas mehr Farbe in den Raum kommt.
Die Unterwasserwelten und Dschungelbilder lösen jetzt alte Plakate an den Wänden ab.
Voraussichtlich hängen diese kleinen Kunstwerke noch bis zu den Sommerferien im
Aufenthaltsraum des Vereins im Kriegkamp 21.


Unerwartete Begegnung
Zu diesem Thema fand am 27.6.2006 im Kunst und Werkraum die Vernissage des Leistungskurses
Bildende Kunst des zweiten Semesters statt. Die Schüler hatten zur Aufgabe sich dem gegebenen
Thema zu nähern, ein künstlerisches Konzept zu entwickeln und dieses dann möglichst eigenständig
umzusetzen. Zusätzlich musste ein Text verfasst werden, der das Werk begleitet und selbstkritisch
beleuchtet. Gemäß der Aufgabe entstanden sehr unterschiedliche Werke, da die Wahl der Mittel
freigestellt war. Neben verschiedenen Malereien waren auch Filminstallationen, Photoarbeiten,
und Objekte zu sehen.
Die gut besuchte Ausstellung war also sehr abwechslungsreich gestaltet, zudem hatten die Schüler
mit einem kleinen Buffet auch für das leibliche Wohl ihrer Gäste gesorgt. Da die Besucher die
Möglichkeit hatten sich auch anhand der ausliegenden Texte den Werken zu nähern, entstanden viele
fruchtbare Gespräche, in denen die unterschiedlichen Herangehensweisen der Schüler diskutiert wurden.
Hier einige Eindrücke der Vernissage:






