Geschichte am Gymnasium Meiendorf

Was will der Geschichtsunterricht erreichen?

Im Geschichtsunterricht geht es nicht um das reine Auswendiglernen und Abfragen von
Jahreszahlen, sondern um die Vermittlung von

1. Gegenwartsverständnis (wie beeinflussen Ereignisse der Vergangenheit unsere Gegenwart      und Zukunft?

2. persönlicher Orientierung (inwieweit werde ich als einzelner von der Vergangenheit geprägt?),

3. politischer Handlungsfähigkeit (die Entwicklung unserer Gesellschaft ist ein ständiger Prozess     - wie beurteile ich ihn und wie kann und will ich ihn beeinflussen?),

4. Toleranz und Fremdverstehen (warum unterscheiden sich viele historische
    Gesellschaftsformen und Lebensweisen so grundsätzlich von unserer eigenen?)

durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit. Ganz ohne Raster können diese Lernziele natürlich nicht erreicht werden, weshalb über die Jahre zunehmend ein Wissen über Namen, Daten und Sachzusammenhänge aufgebaut wird, das die Schüler zum kritischen Umgang mit und Deuten von Quellen befähigt. Welche Themen werden besprochen?


Der Geschichtsunterricht beginnt in der 6. Klasse mit der Frage was eigentlich Geschichte ist, wo Vergangenheit anfängt und wie weit sie überhaupt zurückgehen kann, gibt einen ersten Einblick in die Arbeit der Archäologen und beschäftigt sich dann mit den verschiedenen Gesellschaftsformen der Ur- und Frühgeschichte, der frühen Hochkulturen und der Antike. In der 7. Klasse steht die Lebenswelt des Mittelalters im Zentrum, in der 8. Klasse steht die Entwicklung erster moderner Demokratien sowie der Industrialisierung im Mittelpunkt. Die 9. Klasse beschäftigt sich mit den Konflikten innerhalb und außerhalb Europas, die zum Ersten Weltkrieg, zur Gründung der Weimarer Republik und letztendlich auch zur Machtergreifung Hitlers 1933 führten. Im Laufe der 10. Klasse wird mehr und mehr die Gegenwartsgeschichte von der Nachkriegszeit über den Kalten

Krieg bis zur Wiedervereinigung ins Zentrum des Unterrichts rücken. In der Profiloberstufe wird Geschichte innerhalb des Ästhetischen Profils als unterstützendes Fach fortgeführt werden.

Wie wird gearbeitet?

Neben dem Schulbuch, Sach- und Textquellen, Bildern, Karikaturen, Statistiken und Liedern stehen für alle Klassen begleitende Materialien am PC zur Verfügung. Selbständige Recherche über historische Ereignisse führen die Schüler nicht nur in der schuleigenen Bibliothek und im Internet durch, in der 9. bzw. 10. Klasse besuchen sie das Hamburger Staatsarchiv um vor Ort einen Einblick in Originalquellen bekommen zu können. Desweiteren können die Schüler in Kooperation mit dem benachbarten Altenheim selber Zeitzeugen zur jüngsten Vergangenheit befragen. Aber auch das reiche Museumsangebot Hamburgs wird genutzt. Unter anderem erproben sich Sechstklässler im steinzeitlichen Feuermachen und Werkzeugschlagen z.B. im Helms-Museum; Neuntklässler arbeiten in Neuengamme mit Quellen, die ihnen das Schicksal politischer Häftlinge im KZ-Neuengamme näher bringen. Fahrten nach Berlin bieten den Schülern der Oberstufe die Möglichkeit weitere historische Orte zu erkunden.

History - Geschichte Bilingual

In Zukunft wird auch Geschichte bilingual unterrichtet werden, dabei unterscheiden sich die Inhalte, die in History vermittelt werden, nicht vom normalen Geschichtsunterricht. Die Erarbeitung der sozialen und politischen Themenschwerpunkte auf Englisch bereiten Schülern, die Interesse an unserem Projekt Model United Nations (MUN) haben, einen leichteren Einstieg ins Erörtern und Debattieren gegenwärtiger globaler politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Fragestellungen auf Englisch.

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