Den Übergang erleichtern: Die Beobachtungsstufe

Der Übergang von der Grundschule in die Beobachtungsstufe wird im Gymnasium
Meiendorf als ganz besonders wichtig betrachtet, bringt er doch für die Kinder in der
Beobachtungsstufe eine Reihe von Veränderungen mit sich.


Diese Veränderungen werden aus der Sicht der Schule in folgenden Aspekten gesehen:

  Die Kinder stellen sich auf ein Fachlehrersystem um.
  Es gibt neue Fächer.
  Die Wochenstundenzahl ist höher als in der Grundschule.
  Die Kinder sind jetzt nicht mehr die "Großen" der Grundschule, sondern sehen sich
     in der fünften Klasse erst einmal in der Rolle der "Kleinen"
  Es gibt andere, möglicherweise größere Leistungsanforderungen.
  Die Kinder sehen sich in neuen Erwartungen ihrer neuen Schule und auch ihrer Eltern.

Diese Aspekte des Übergangs enthalten sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die neuen Fünftklässler, bei deren Bewältigung das Gymnasium Meiendorf den Kindern stützend helfen will.

Dazu gehören folgende Hilfen:

1. Paten, das sind ältere Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe, stehen den Fünft- und Sechstklässlern bei, die neue Schule auch aus Schülersicht besser kennen und verstehen zu lernen.

2. Das Gespräch zwischen den Lehrerinnen und Lehrern aus den die Kinder abgebenden Grundschulen mit den neuen Lehrerinnen und Lehrern des Gymnasiums Meiendorf soll dabei helfen, die einzelnen Kinder in ihrer Individualität besser zu sehen und damit auch ihre Lernbedingungen besser zu berücksichtigen.

3. Es gibt immer wieder Vergleichsarbeiten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch, die einen Austausch zwischen den jeweiligen Fachlehrern über den zu erteilenden Unterricht und die gemeinsame Bewertung der Arbeit erforderlich machen. Das kann dazu beitragen, den Unterricht zu bereichern und die einzelnen Kinder über den Rand ihrer Klasse hinaus im Rahmen ihres Jahrgangs gleichmäßiger zu beurteilen und zu fördern.

4. Der Übergang soll auch dadurch erleichtert werden, indem in der fünften Klasse in den ersten Arbeiten vor den Herbstferien noch keine mangelhaften oder sogar ungenügenden Bewertungen gegeben werden. Vielmehr steht unter den Arbeiten, die so ausgefallen sind:" Deine Leistungen entsprechen noch nicht dem Stand der Klasse." Damit verbindet die Schule die Hoffnung, einen möglichen Leistungsdruck am Anfang abzuschwächen.

5. Es finden selbstverständlich immer wieder Absprachen innerhalb der jeweiligen Klassenkollegien statt, sollte es nötig sein, dass Schwierigkeiten begegnet werden muss. Dazu gehört auch, dass es in der Beobachtungsstufe jeweils eine Klassenlehrerin und einen Klassenlehrer gibt, die sich im Team ergänzen. Eine Beratungslehrerin und ein Beratungslehrer nehmen sich der schwierigeren Problemfälle besonders an und beraten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern mit praktischen Hilfen. Sollte dies nicht ausreichen, wird professionelle Hilfe der Schulpsychologen nachgesucht.

6. Die fünften Klassen werden sehr sorgfältig in der Weise zusammengestellt, dass das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen sowie Leistungsvermögen gleichmäßig berücksichtigt werden. Auf einem Elternabend vor den großen Ferien werden diese Zusammenstellungen den Eltern und damit auch den zukünftigen Fünftklässlern vorgestellt.

7. Bei einem hinreichenden Interesse und entsprechenden Organisationsmöglichkeiten ist es in den letzten Jahren regelmäßig gelungen, eine fünfte Klasse mit einer zusätzlichen Musikstunde einzurichten. Solche Klassen bieten den Kindern die Möglichkeit, in einem Klassenorchester zu spielen und damit eine erfüllende Aufgabe zu finden.

8. Es gibt einen Arbeitskreis für Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache, in dem solche Schüler in der deutschen Sprache zusätzlich gefördert werden.

9. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass von Anfang an in den fünften Klassen darauf geachtet wird, die Klassengemeinschaft zu fördern, also gemeinsam etwas zu unternehmen. Dabei ragt im Laufe der Beobachtungsstufe die Reise nach Wenningstedt auf Sylt in das Bismarckheim in besonderer Weise heraus.

10. In den Klassenstufen 5 und 6 hat jede Klasse eine Klassenratsstunde, die fest im Wochenplan eingebaut ist. Dieser Klassenrat wird von den Klassenlehrern des Teams begleitet, geleitet wird er aber nach kurzer Zeit von den Schülern selbst. Sie lernen hier, miteinander über ihre Probleme zu sprechen, sie planen gemeinsam Unternehmungen, organisieren in der Diskussion die Ausgestaltung des Klassenraums und suchen in der Gemeinschaft nach Lösungen für Konflikte. Soziales Lernen liegt uns sehr am Herzen.

Damit sind einige Bemühungen des Gymnasium Meiendorf genannt. Diese Bemühungen gehen im Einzelfall über diese Aspekte hinaus und sind auch nur Grundlagen, von denen aus immer wieder neue Anstrengungen unternommen werden.

Schließlich bittet das Gymnasium Meiendorf auch die Eltern, während der Zeit des Übergangs in Ruhe und Gelassenheit die Kinder zu stützen, so dass sie sich insgesamt in entspannter Atmosphäre den neuen Aufgaben stellen können.


 PDF-Dokument: Fahrplan der Beobachtungsstufe