Gymnasium Meiendorf ist "piko-Schule"

PIKO - Was ist das?

"Deutschland auf Platz 13" - Mit dieser Schlagzeile zur jüngsten PISA-Studie von 2007 ist noch nichts über die tatsächliche Qualität des Unterrichts in den naturwissenschaftlichen Fächern ausgesagt. So gelingt es beispielsweise in Deutschland seit Jahren nicht, den notwendigen Nachwuchs an naturwissenschaftlich-technischen Absolventen sowohl in den Ausbildungs-berufen als auch in den Ingenieurfächern zu sichern.



Piko (Physik im Kontext) ist ein bundesweites Programm, welches die naturwissenschaftliche Grundbildung von Schülerinnen und Schülern durch Physikunterricht fördern soll (Für die Chemie und die Biologie gibt es entsprechende Projekte: "ChiK" und "bik"). In Hamburg arbeiten Lehrkräfte aus mehreren Schulen, darunter auch dem Gymnasium Meiendorf, zusammen mit Fachdidaktikern des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwis-senschaften (IPN) in Kiel an der Entwicklung, Erprobung und Auswertung von Unterrichts-konzepten und Materialien.

Durch die Anbindung an lebensweltliche Kontexte soll dabei das Interesse und die Motivation gefördert werden. Die Lernenden sollen dazu befähigt werden, sich das schulische Wissen in der Auseinandersetzung mit Problemen aus dem Alltag anzueignen. Verbunden damit ist eine neue Aufgabenkultur: Unterschiedliche Zugänge zum Thema sollen zu selbstgesteuertem Lernen anregen. Die Aufgabenstellungen orientieren sich an den von der Kultusminister-konferenz erarbeiteten Bildungsstandards. Indem sie verschiedenartige Lösungswege zulassen, sollen sie die Kreativität der Lernenden unterstützen und Binnendifferenzierung ermöglichen - kurz gesagt: Der Physikunterricht soll lebendiger und lebensnaher werden!



Wie hat piko den Physikunterricht am Gymnasium Meiendorf bisher verändert?

Im physikalischen Anfangsunterricht der Klassenstufe 7 erwerben die Schüler/innen ihre ersten Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Gebiet der Elektrizitätslehre anhand von Lernstationen und wenden diese anschließend an, indem sie für ein Zimmermodell die elektrische Installation selbstständig planen und einrichten. Mechanische Sachverhalte in Klassenstufe 8 eignen sich die Schüler/innen wieder mit experimentellen Lernstationen an und weisen ihre Kenntnisse durch die Anfertigung einer Mappe bzw. durch die Lösung von unterschiedlichen Aufgabenbeispielen nach. Im Rahmen einer Projektwoche haben die Schüler/innen in Klasse 9 ein Mausefallenauto konstruiert und hiermit das gelernte Wissen zur Energieumwandlung praktisch angewendet. Die Auseinandersetzung mit Fragen unserer künftigen Energieversorgung prägt den Physikunterricht in der 10. Klassenstufe und mündet in der Vorbereitung einer Expertenbefragung oder eines Rollenspiels. Weitere Konzepte u.a. zum Energiebegriff/zur Energieumwandlung in Klassenstufe 9 und zur Mechanik in Klasse 10 sind derzeit in Vorbereitung.

Thomas Michalsky